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Boris Becker gelang 1985 die Sensation des Jahres. Er gewann als 17-Jähriger Wimbledon und wurde ein Superstar – in bester Gesellschaft: Nie davor und nie danach versammelte Tennis so viele Charismatiker wie in dieser Epoche. Die neue Folge unserer Serie zu 80 Jahren WELT.

Wenn der Urknall keine Legende ist, muss er sich ungefähr angehört haben wie der Aufschlag des Jungen mit dem rotblonden Schopf. Gewann er unter Stöhnen einen besonderen Ballwechsel, ballte er die Linke zur Faust und brüllte: „Joa!!“ Er rannte und prügelte mit dem Schläger so auf den Ball ein, dass man Mitleid mit dem Spielgerät haben konnte. Er hechtete am Netz den Returns seines Gegners hinterher, bis sein Trikot über und über von Staub bedeckt war. Oder, um es kurz zu sagen: An diesem 7. Juli 1985 siegte auf dem Rasen von Wimbledon die Gewalt. Sie trug den Namen Boris Becker.

WELT berichtete am Tag nach dem Tennis-Triumph auf der Titelseite und zitierte aus den Glückwünschen des Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker: „Wir alle haben Ihre Spiele in den letzten Tagen mit begeistertem Herzklopfen und den Höhepunkt heute Nachmittag mit atemloser Spannung verfolgt. Ich habe die Sicherheit bewundert, mit der Sie sich durchgesetzt haben, und beglückwünsche Sie zu dem großartigen Erfolg und Ihrer sportlichen Leistung und Haltung.“