PfadnavigationHomePanoramaKriminalitätGöttingenSchüsse und Schläge – rivalisierende Gruppen liefern sich StraßenkampfStand: 18:18 UhrLesedauer: 2 MinutenIn Göttingen sind bei Auseinandersetzungen rivalisierender Gruppen mehrere Übergriffe gemeldet worden. Ein Mann wurde offenbar mit einem Baseballschläger attackiert. Auch Schüsse seien gefallen. Die Polizei nahm vier Männer fest.Mindestens ein Mann ist bei einer Auseinandersetzung in Göttingen zwischen zwei Gruppen verletzt worden. Rund 20 Menschen waren am Montagabend aneinandergeraten, wie die Polizei mitteilte. Sie flohen, bevor die Polizei schlichten konnte, wie es weiter hieß. Das Opfer wurde der Polizei zufolge an der Hand verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert.Bei der Auseinandersetzung kamen laut Zeugenberichten auch Schlagwerkzeuge zum Einsatz und es wurden Schüsse abgegeben. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nach Polizeiangaben nicht, da sich die Gruppen ausschließlich gegenseitig attackiert hätten.Später habe es weitere Zusammenstöße zwischen den Beteiligten an verschiedenen Orten in der Göttinger Innenstadt gegeben. Vor dem Göttinger Bahnhof soll laut Zeugen ein Mann einen anderen mit einem Baseballschläger gegen den Kopf geschlagen haben. Die Identität des Angreifers und des Opfers sind nicht bekannt. Angaben zu den Nationalitäten der Gruppen machte die Polizei nicht. Lesen Sie auchWährend der diversen Einsätze nahm die Polizei vier Männer vorübergehend in Gewahrsam. Dabei wurden ein Teleskopschlagstock, eine Schreckschusspistole und ein Baseballschläger sichergestellt.Zur Bewältigung der komplexen Lage brauchte es zahlreiche Einsatzkräfte. Die Göttinger Polizei wurde auch von Beamten aus den anderen Inspektionen der Polizeidirektion Göttingen unterstützt. Etwa gegen 20:20 Uhr hatte sich die Situation beruhigt und alle einsatzbegleitenden Maßnahmen, wie eine erhöhte Polizeipräsenz am Waageplatz, konnten eingestellt werden.Bereits seit dem Frühjahr hat die Polizei verstärkt ein Auge auf die nördliche Innenstadt, unter anderem wegen vergleichbarer Übergriffe. Wegen des jüngsten Vorfalls soll die Präsenz in dem Gebiet am Waageplatz noch einmal erhöht werden, mit täglichen Zu-Fuß-Streifen.Weniger Straftaten in Göttingen – aber geringere AufklärungsquoteKürzlich hatte die Polizei die Kriminalstatistik des vergangenen Jahres für Göttingen vorgestellt. Demnach wurden 23.166 Straftaten registriert und damit zehn Prozent weniger als im Jahr 2024. Die Aufklärungsquote sank dagegen von 59,03 Prozent auf 58,35 Prozent. Tanja Wulff-Bruhn, Präsidentin der Polizeidirektion Göttingen, sagte: „608 Menschen sind im vergangenen Jahr im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Göttingen bei 446 Taten durch einen Messerangriff teils schwer verletzt worden – das ist die höchste Zahl seit Beginn der Auswertung dieses Phänomens im Jahr 2020.“dpa/nw