Es heißt, die Elbe sei Hamburgs Lebensader. Doch ihr Zustand gibt wenig Anlass zur Zuversicht. Erst kürzlich schlugen Experten Alarm: Der Fluss enthält gerade so wenig Sauerstoff, dass Tausende Fische sterben könnten. Vermutlich, weil Menschen die Elbe zu sehr ausgebaut haben. Kirsten Schmalenbach widmete sich am Hamburger Institute of Advanced Study einer Frage, die zunächst wie ein Gedankenspiel klingt, inzwischen aber weltweit Gerichte, Parlamente und Wissenschaftler beschäftigt: Was würde sich ändern, wenn Flüsse eigene Rechte hätten? Denn obwohl Natur im deutschen Recht als schützenswert anerkannt wird, bleibt der Mensch meist der zentrale Bezugspunkt. Ist das eigentlich fair?
Kirsten Schmalenbach: »Die Natur ist aber nicht unser Eigentum«
Angenommen, die Elbe wäre ein Mensch und hätte eigene Rechte: Was könnte sie verlangen? Ein Gespräch mit Kirsten Schmalenbach, Professorin für Völkerrecht






