In den kommenden drei Jahren werden die Frankfurt Skyliners beim EuroCup der Euroleague Basketball wieder auf europäischem Parkett spielen. Sportdirektor Sebastian Gleim wird das jedoch nicht mehr mit dem Team erleben. Wie der Klub am Dienstag mitteilte, wechselt Gleim im August zum neuseeländischen Basketballverein New Zealand Breakers, der im Februar den erstmals ausgetragenen NBL Ignite Cup der australischen National Basketball League gewann.Bei den Breakers wird Gleim als Assistenztrainer tätig sein, an der Seite von Gordon Herbert, der im Mai als neuer Cheftrainer verpflichtet wurde. Schon bei den Skyliners und in der deutschen Basketball-Nationalmannschaft arbeiteten Gordon und Gleim zusammen. Bei der Weltmeisterschaft 2023 führten sie das deutsche Team zu seinem ersten WM-Titel. Gordon Herbert war es auch, mit dem die Skyliners 2016 beim FIBA Europe Cup siegten.Als „ausschlaggebenden Punkt“ für den Wechsel gibt Gleim vor allem familiäre Gründe an. Neuseeland sei für ihn und seine Familie zur zweiten Heimat geworden, als er vor zwei Jahren dort als Cheftrainer der Basketballmannschaft Franklin Bulls tätig war. Außerdem habe er immer gerne mit Herbert zusammengearbeitet.Kurzfristig zur EuroCup-Teilnahme entschiedenDer Wechsel bedeutet auch, dass Gleim nur noch wenige Wochen an der Kaderplanung der Skyliners beteiligt sein wird. Das wolle man bis zum Trainingsauftakt Anfang August noch voll nutzen, sagt Gunnar Wöbke, Geschäftsführer der Skyliners. Zwei ausländische Spieler habe man schon verpflichtet, deren Namen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden sollen. Einen Ersatz für Gleim habe man noch nicht. Die Position des Sportdirektors sei „keine einfach zu ersetzende Position“, so Wöbke.Auch ohne Gleim soll die Teilnahme am EuroCup die Skyliners zu internationalen Erfolgen führen. Grund für die Vergabe der dreijährigen Lizenz an den Frankfurter Klub sei der Standort Frankfurt und der Bau der neuen Multifunktionsarena am Deutsche Bank Park gewesen. Man habe sich „kurzfristig entschieden“, das Angebot anzunehmen.„Wir wollen uns sportlich hoch entwickeln. Es wäre gut, wenn wir 2029 ums Finale mitspielen könnten“, sagt Wöbke. Das dafür nötige, deutlich höhere Budget habe man schon abgesteckt. „Sonst hätten wir uns nicht entschieden, europäisch zu spielen.“Dass die Skyliners bei der vergangenen Hauptrunde der Basketball-Bundesliga nur auf Platz 15 landeten, sieht Wöbke nicht als Hindernis, international zu spielen. Wer in der Bundesliga auf- oder absteige und am Ende auf welchem Platz lande, sei sehr volatil. Europäisch zu spielen, sei besser, als in drei Wochen nur drei Spiele zu haben, ergänzt Gleim. „Jeder Trainer freut sich auf diesen Rhythmus, wenn man international spielt.“
Frankfurt Skyliners: Sportdirektor Sebastian Gleim verlässt Basketballteam
Umbruch bei den Frankfurt Skyliners: Das Basketballteam spielt nach sieben Jahren wieder international – aber muss nun einen Ersatz für Sportdirektor Sebastian Gleim suchen.









