In einem landesweit alarmierenden Trend, der seit 2018 fast eine Million gefällte Bäume umfasst, glänzt Berlin mit seiner vorbildlichen Baumbeschirmung.

Berlin gehört beim Hitzeschutz zu den Vorreitern: Als eine von nur sieben deutschen Städten erreicht die Hauptstadt den empfohlenen Richtwert von mindestens 30 Prozent Baumbeschirmung. Während laut dem aktuellen „Hitze-Check 2026“ der Deutschen Umwelthilfe (DUH) bundesweit seit 2018 fast eine Million Bäume verschwunden sind, punktet Berlin durch die Vorgaben seines erfolgreichen „Volksentscheid Baum“.

Das Berliner Klimaanpassungsgesetz, das laut dem Gründer des Vereins BaumEntscheid als erster per Volksentscheid erkämpfter Gesetzestext dieser Art gilt, setzt die sogenannte 3-30-300-Regel rechtlich um. Heißt: Bürger müssen von ihrem Zuhause aus drei Bäume sehen können, in einem Umfeld mit 30 Prozent Baumbeschirmung leben und die nächste Grünfläche darf höchstens 300 Meter entfernt sein. Die DUH lobt Berlin dafür explizit als Vorbild.

Trotzdem gibt es auch in der Hauptstadt Kritik: Wie alle 195 untersuchten Städte leidet Berlin unter anhaltender Flächenversiegelung. Da überall Flächen zubetoniert worden waren, gab es in dieser Kategorie bundesweit keine einzige Grüne Karte. Die DUH fordert nun von der Bundesregierung einen verbindlichen Hitzeschutz-Masterplan.