Nicht nur iOS und iPadOS 27 sowie macOS 27 alias Golden Gate hat Apple bei der gestrigen WWDC-Keynote gezeigt, auch das Betriebssystem der Vision Pro hat ein Upgrade erhalten, das folgerichtig visionOS 27 heißt. Apple betreibt bei der Software klassische Produktpflege, reicht aber auch einige Features nach, die sich Nutzer des Mixed-Reality-Headsets seit Längerem wünschen.

Umgebungen und Siri AI

So ist es erstmals möglich, eigene Environments, also 3D-Umgebungen, die der Vision Pro als Hintergrund dienen, festzulegen. Dazu wird aus mit dem iPhone aufgenommenen Panoramen mittels KI und Mathematik eine „Special Scene“, die man in 3D begutachten kann, aber eben auch als Environment hinterlegen. Wie gut das dann auflösungstechnisch gegenüber Apples Original-Environments aussieht, bleibt abzuwarten. Für letztere gibt es immerhin ein neues, nämlich mit „Thórsmörk“ eine Ansicht aus Island samt Polarlicht und sich ändernden Lichtverhältnissen.

Siri AI soll von Anfang an für die Vision Pro bereitstehen, samt der internen Verbesserungen bei Apple Intelligence. Visual Intelligence kommt ebenfalls auf die Vision Pro, kann etwa Bilder auf Websites analysieren, aber auch mit Gegenständen im Raum umgehen. Als Beispiel nannte Apple die Frage, ob ein Paar Wanderschuhe in eine Tasche im Sichtfeld der Vision Pro passen – Siri AI gab dann an, dass das zwar eng werde, aber gehe. Siri AI lässt sich zudem in Form einer Kugel im Raum platzieren – schaut man die Kugel an, kann man auch schon lossprechen, muss also nicht extra „Hey Siri“ sagen. Eine Siri-App für visionOS wird es ebenfalls geben. Siri AI kennt den persönlichen Kontext des Nutzers und kann mehr Apps steuern als zuvor. Die KI-Funktionen in Safari sind auch auf der Vision Pro verfügbar (etwa Tab-Sortierungen) und auch der neue Image Playground landet auf dem Headset (Bildgenerator).