Will mit Konkurrent Anthropic Schritt halten: OpenAI-Chef Sam Altman

Das Trio der erwarteten Mega-Börsengänge von Techunternehmen ist komplett: Auch der ChatGPT-Erfinder OpenAI hat nun eine Aktienplatzierung beantragt. Das Unternehmen machte zunächst keine Angaben zum Volumen oder ​den Bedingungen des geplanten Börsengangs. Auch ein genauer Zeitplan stehe bislang nicht fest, teilte OpenAI am Montag (Ortszeit) ‌mit. Es könne noch eine Weile dauern, da einige Vorhaben als privates Unternehmen einfacher umzusetzen seien, hieß es in einer Erklärung.

Der KI-Riese strebt einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge bei seinem Debüt eine Bewertung von bis zu einer Billion Dollar an. Der Börsengang könnte im September erfolgen. Dies ​wäre ein wichtiger Test für das Interesse von Investoren an wachstumsstarken Technologieaktien. Auch der Konkurrent Anthropic drängt ⁠an ⁠die Börse und reichte in der vergangenen Woche entsprechende Papiere ein.

OpenAI hatte Anfang des Jahres 110 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von 840 Milliarden Dollar von namhaften Investoren wie SoftBank, Amazon und Nvidia erhalten. Das Unternehmen hatte zudem seine Partnerschaft mit ‌dem frühen Investor Microsoft neu verhandelt, was Kooperationen mit anderen ​Firmen wie Amazon ‌und der Google-Mutter Alphabet ermöglichte. Der Windows-Hersteller hatte seit 2019 insgesamt 13 Milliarden Dollar in OpenAI investiert. OpenAI erklärte im März, einen monatlichen Umsatz von zwei Milliarden Dollar zu erzielen. ChatGPT hatte zu diesem Zeitpunkt wöchentlich mehr als 900 Millionen aktive ‌Nutzer. Anthropic schloss zuletzt eine Finanzierungsrunde mit einer Bewertung von 900 Milliarden Dollar ab.