Ostsachsens Stromnetz ist ein Stück zukunftsfest geworden: Zwischen Oberoderwitz und dem Umspannwerk Neueibau im Landkreis Görlitz hat SachsenNetze ihre rund vier Kilometer lange Hochspannungsfreileitung (110 Kilovolt) umfassend erneuert. Die Übertragungsleistung der Trasse steigt damit auf mehr als das Dreifache.
Die alte Anlage stammte aus dem Jahr 1963 und hatte ihre technische Lebensdauer erreicht. An ihrer Stelle errichtete das Unternehmen 16 neue Maste und zog moderne Leiterseile ein, die deutlich höhere Ströme führen können. Rund sechs Millionen Euro flossen in das Projekt. Die Maßnahme, so SachsenNetze, „stärkt die Stromnetze in der Region und ganz Sachsen“.
Was technisch klingt, ist für die Versorgungssicherheit von zentraler Bedeutung. Die 110-kV-Ebene bildet das Rückgrat der regionalen Verteilnetze: Über sie wird Strom überregional verteilt – und zunehmend auch eingesammelt. Denn immer mehr Photovoltaik- und Windkraftanlagen speisen ihren Strom nicht in die großen Übertragungsnetze, sondern direkt in die Verteilnetze ein. Stärkere Leitungen mit höherer Kapazität sind die Voraussetzung dafür, diese wachsenden Mengen Ökostrom aufzunehmen.
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Die erneuerte Leitung ist Teil eines weit größeren Programms. Bis 2028 will SachsenNetze rund 170 Kilometer Hochspannungsleitungen modernisieren oder neu errichten und 20 Umspannwerke aus- oder neu bauen. Bis 2027 investiert die SachsenEnergie-Gruppe gemeinsam mit ihrem Netzbetreiber insgesamt 732 Millionen Euro in Dresden und die Landkreise Bautzen, Görlitz, Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Die Europäische Investitionsbank steuert dafür einen Kredit über 400 Millionen Euro bei. Insgesamt betreibt SachsenNetze ein Stromnetz von rund 24.650 Kilometern Länge, über das die Gruppe etwa 600.000 Kundinnen und Kunden versorgt. Der EIB-Kredit fließt in Ausbau, Modernisierung und Digitalisierung des Netzes.









