Die USA haben den Online-Riesen Alibaba und den Suchmaschinenbetreiber Baidu auf eine Liste von Unterstützern des chinesischen Militärs gesetzt. Neu hinzugekommen ​ist auch der Autobauer BYD, wie aus der aktualisierten Aufstellung des Pentagons am Montag hervorgeht. Diese umfasst Unternehmen, ‌die nach Einschätzung der Regierung in Washington die chinesischen Streitkräfte unterstützen.

Die Firmen erfüllten die Kriterien für eine Einstufung als »chinesische Militärunternehmen« und seien in den Vereinigten Staaten aktiv, teilte das US-Verteidigungsministerium mit. Die Veröffentlichung könnte die Spannungen zwischen den beiden wirtschaftlichen und geopolitischen Rivalen weiter verschärfen.Die lang erwartete Aktualisierung ersetzt eine ⁠Liste aus ⁠dem Jahr 2025. Sie erfolgt weniger als einen Monat nach dem Treffen von US-Präsident Donald Trump mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping in Peking, bei dem beide Seiten ‌eine fragile Pause im Handelsstreit vereinbart hatten – mehr dazu hier . Im Februar hatte ​das Pentagon eine aktualisierte ‌Liste kurzzeitig veröffentlicht, jedoch ohne Erklärung rasch wieder zurückgezogen.

Es drohen keine direkten SanktionenDie neue Fassung enthält im Gegensatz zur Februar-Version zudem die führenden chinesischen Speicherchiphersteller CXMT und YMTC. Neu auf der Liste sind unter anderem das Biotech-Unternehmen WuXi AppTec, der Robotik-Spezialist RoboSense ‌sowie der Roboterhersteller Unitree. Einige Tochtergesellschaften des staatlichen Ölkonzerns CNOOC wurden gestrichen, da sie nicht mehr in den USA aktiv sind oder umfirmiert wurden. Eine andere CNOOC-Tochter ‌wurde jedoch neu aufgenommen.