PfadnavigationHomeSportFußballWMAnkunft im Teamquartier168 – mit einem Ansteckpin erinnern Irans Nationalspieler an BombenangriffStand: 01:35 UhrLesedauer: 2 MinutenAnkunft des iranischen Nationalteams: Ehsan Hajisafi hat an seinem Sakko einen Ansteckpin mit der 168 Quelle: Gregory Bull/AP/dpaNur an WM-Spieltagen darf Irans Nationalmannschaft in die USA einreisen. Bei der Ankunft im Teamquartier in Mexiko tragen die Spieler eine bestimmte Anstecknadel am Sakko. Sie soll an einen Bombenangriff mit vielen Toten erinnern.Die Nationalspieler des Iran haben auf dem Weg zum WM-Trainingsquartier bei der Ankunft in Mexiko mit Ansteckpins an Kinder erinnert, die im Krieg getötet worden sein sollen. Als die Spieler und Funktionäre aus dem Flugzeug stiegen, trugen sie auf ihren Sakkos goldene Anstecknadeln mit der Zahl „168“. Damit spielten sie auf die 168 Menschen an, die bei einem Bombenangriff auf eine Mädchenschule im Süden Irans am 28. Februar ums Leben kamen, darunter zahlreiche Schülerinnen zwischen sieben und zwölf Jahren sowie viele Lehrerinnen und Eltern.Lesen Sie auchMedienberichten zufolge sollen US-Streitkräfte für den Angriff verantwortlich sein, US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte dazu eine Untersuchung angekündigt. Die iranische Botschaft in Ungarn stellte in einem Beitrag auf X den Bezug des Pins zu dem Bombenangriff her. Ob die Iraner auch während der WM-Spiele politische Botschaften planen, ist noch nicht bekannt.Irans Kapitän fordert Visa für alle FunktionäreZudem kritisierte der iranische Fußballverband bei der Ankunft weiter die Verweigerung von Einreisevisa für seine Funktionäre durch die US-Behörden. Insgesamt 15 Funktionäre – darunter auch Verbandschef Mehdi Tadsch – hätten bislang kein Visum für die Einreise in die USA zur am Donnerstag beginnenden Fußball-WM erhalten, sagte der Botschafter Abolfazl Pasandideh.Wenn Sie hier klicken, können Sie sich den Gruppenspielplan der WM als PDF herunterladen.Lesen Sie auchMannschaftskapitän Ehsan Hajsafi kritisierte nicht nur die USA, sondern auch die Fifa als WM-Organisator. Die Menschen, die bisher kein Visum erhalten haben, seien für die Mannschaft enorm wichtig, sagte er nach der Ankunft in Tijuana. „Ich erwarte von der Fifa, dass sie dieses Problem in den kommenden Tagen lösen wird“, so der 36 Jahre alte Verteidiger, der zwischen 2015 und 2016 auch beim FSV Frankfurt unter Vertrag stand.Die Mannschaft muss nach Angaben des Botschafters zudem unmittelbar nach jedem ihrer drei Spiele in Los Angeles und Seattle die USA wieder verlassen und nach Tijuana zurückkehren.dpa/LaGa