Erneut heißt es Warten an diesem Sonntagabend. Auf der Luxemburger Straße herrscht reger Betrieb. Trotz der fortgeschrittenen Uhrzeit, trotz Sonntag. „Die wenigsten rechnen damit, dass wir auch an einem solchen Tag unterwegs sind“, sagt ein Polizeibeamter, während das Funkgerät im Inneren eines Fahrzeuges knattert.

Es ist noch nicht ganz Nacht, aber schon dunkel genug für Blaulicht. Dafür sorgen wenige Minuten später zahlreiche Einsatzfahrzeuge von Polizei und Zoll. Sie beziehen Position an einer Shishabar. Türen gehen auf, Westen werden zurechtgezogen, Stimmen werden leiser. Es ist kein lauter Zugriff, kein Fernsehkrimi. Es ist eine dieser Kontrollen, die inzwischen zu einer neuen Berliner Routine gehören: Die Polizei sucht Waffen, bevor wieder irgendwo geschossen wird.

Einsatzkräfte der Polizei stehen vor einer Bar an der Luxemburger Straße.

© Paul Zinken/Berliner Zeitung

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