PfadnavigationHomePolitikDeutschlandErfurtAktivisten klingeln an tausenden Haustüren, um gegen AfD-Parteitag zu mobilisierenStand: 18:51 UhrLesedauer: 2 MinutenAfD-Mitglieder in Thüringen stimmen für die Wahl der Delegierten zum Bundesparteitag in Erfurt (Symbolfoto)Quelle: Bodo Schackow/dpaDurch zivilen Ungehorsam will das Bündnis „Widersetzen“ Anfang Juli den AfD-Bundesparteitag in Erfurt verhindern. Um für ihre Aktion mobil zu machen, klingeln die Aktivisten an tausenden Haustüren der Thüringer Landeshauptstadt.Aktivisten des Bündnisses „Widersetzen“ haben mit einer Haustür-Aktion in der Thüringer Landeshauptstadt ihre Proteste gegen den geplanten AfD-Bundesparteitag in Erfurt am 4. und 5. Juli begonnen. Sie wollen dabei mit Bürgern ins Gespräch kommen. Nach Angaben des Bündnisses waren deshalb am Samstag etwa 70 Aktivisten im Erfurter Stadtgebiet unterwegs, um mit Menschen darüber zu sprechen, dass „Widersetzen“ den AfD-Bundesparteitag verhindern will. Insgesamt plant das Bündnis, vor dem Parteitag an 60.000 Haustüren in Erfurt zu klingeln. Ziel sei es, um Sympathien für die eigene Position zu werben. Allerdings blieben auch viele Türen verschlossen.Vielfach hätten sie Zustimmung zu ihren Positionen erhalten – wenn sie es schafften, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, sagte ein Sprecher des Bündnisses. Er wisse von keinen bedrohlichen Situationen bei der Haustür-Aktion.„Keine Konfrontation mit der Polizei“Der Plan des Bündnisses: Durch zivilen Ungehorsam soll es den AfD-Delegierten unmöglich gemacht werden, sich Anfang Juli zu ihrem Bundesparteitag auf dem Messegelände in Erfurt zu treffen. Nach Angaben des Bündnisses wollen die Aktivisten dabei auf den Einsatz von Gewalt verzichten. „Wir stehen für eine gewaltfreie Sitzblockade“, sagte Lola Mehring, eine Sprecherin von „Widersetzen“. „Wir suchen keine Konfrontation mit der Polizei.“Die AfD kritisiert die angekündigten Blockaden ihres Bundesparteitages scharf. Der Thüringer AfD-Bundestagsabgeordnete Torben Braga hatte bereits Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Erfurt unter anderem wegen des Verdachts auf möglichen Landfriedensbruch sowie Nötigung gegen die Organisatoren der Proteste gefordert. Die Behörde hatte solche Ermittlungen allerdings abgelehnt.Lesen Sie auchVor wenigen Tagen hatte der AfD-Landtagsabgeordnete und Jurist Sascha Schlösser erklärt, er habe bei der Staatsanwaltschaft Erfurt Strafanzeige und Strafantrag gegen Verantwortliche von „Widersetzen“ gestellt. „Es kann nicht sein, dass die Staatsanwaltschaft in Kenntnis der Blockadepläne nicht ermittelt und konsequent prüft, wer diese Aktionen plant, finanziert und öffentlich dazu mobilisiert“, erklärte er. Die angekündigten Proteste von „Widersetzen“ gegen den AfD-Bundesparteitag sind nur eine Form des möglichen Widerstands gegen das Treffen. Nach Angaben der Stadtverwaltung Erfurt haben zahlreiche zivilgesellschaftliche Gruppen und Einzelpersonen zu Demonstrationen und Kundgebungen am ersten Juli-Wochenende im Stadtgebiet aufgerufen. Gerechnet werde mit tausenden Demonstranten.dpa/saha
AfD-Parteitag in Erfurt: Aktivisten klingeln an tausenden Haustüren, um gegen AfD-Parteitag zu mobilisieren - WELT
Durch zivilen Ungehorsam will das Bündnis „Widersetzen“ Anfang Juli den AfD-Bundesparteitag in Erfurt verhindern. Um für ihre Aktion mobil zu machen, klingeln die Aktivisten an tausenden Haustüren der Thüringer Landeshauptstadt.









