Das Oktoberfest ist „heimatverbunden, traditionell und vor allen Dingen bayerisch“: So sieht das zumindest die Vereinigung der Münchner Wiesnwirte. Der Zusammenschluss der Wirte, die das größte Volksfest der Welt prägen, schreibt das so in einer Mitteilung, die nach einer Entscheidung der Regierung von Oberbayern im Mai verschickt wurde. Die Vergabekammer Südbayern war zu dem Schluss gekommen: Die Zuteilung der Festzelte, so wie die Stadt diese seit Langem handhabt, sei rechtens. Die Entscheidung, lobten Christian Schottenhamel und Peter Inselkammer, die Sprecher der Wirte, sei eine „im Sinne der bayerischen Tradition und unseres Brauchtums“. Aber ist das wirklich so?