PfadnavigationHomePolitikDeutschlandBrandenburger Tor„Merz muss weg“ – Tausende protestieren in Berlin gegen BundesregierungStand: 17:58 UhrLesedauer: 2 MinutenRegierungsgegner am Montag vor dem Brandenburger TorQuelle: Michael Kappeler/dpaMit Deutschland- und Friedensfahnen sind Regierungsgegner in Berlin auf die Straße gegangen. Initiator ist ein Sachse. Doch zahlenmäßig bleibt der Protest hinter seinen Erwartungen zurück.Vor zwei Jahren mobilisierten Bauern, Spediteure und Handwerker gegen die Ampel-Koalition, nun droht Schwarz-Rot die nächste Protestbewegung. Am Montag kamen in Berlin Tausende Menschen zu einer Kundgebung gegen die Politik der Bundesregierung zusammen.Angemeldet waren 10.000 Menschen. Die Berliner Polizei nannte am Mittag die Zahl von 2000 Teilnehmern. 700 Polizisten begleiteten diese und weitere Demonstrationen in der Hauptstadt durch den Tag. Viele erschienen mit Deutschland- oder Friedensfahnen, Parteilogos waren nach Angaben des Veranstalters nicht erwünscht.Initiator des „Projekts M1llion“ ist Marcel Baldauf aus Sachsen. Er hatte gehofft, insgesamt eine Million Menschen zur Kundgebung nach Berlin zu mobilisieren. Auch in zahlreichen Telegramgruppen wurde für die Veranstaltung geworben. Doch am Ende fiel der Zuspruch deutlich kleiner aus. Die Hauptkundgebung fand am Nachmittag vor dem Brandenburger Tor statt.Die Demonstranten forderten den sofortigen Rücktritt der Bundesregierung um Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und verliehen dieser Forderung mit dem Ruf „Merz muss weg“ Nachdruck. Weitere Forderungen eines 11-Punkte-Plans der Merz-Gegner sind die Einführung einer Demokratie nach Schweizer Vorbild, eine Abschaffung der CO₂-Steuer, ein Stopp der Gesundheitsreform und die Abschaffung des „GEZ-Zwangsbeitrags“ sowie eine „knallharte Politikerhaftung“.Seit dem Wochenende läuft in der Hauptstadt auch eine Aktionswoche linker Gruppen mit dem Motto „No Super Return“. Der Protest richtet sich gegen eine Konferenz von Finanzinvestoren namens „Super Return“ in einem großen Hotel. „Wir stören die Super Return. Unser Leben und unsere Versorgung sind kein Spielball für Profitinteressen“, wurde angekündigt. Am Montag und Dienstag seien kreative Aktionen als Protest geplant, hieß es. Am Donnerstag soll es eine große Demonstration geben und am Freitagnachmittag eine Straßenparty.sebe mit dpa