Nach einem als diskriminierend kritisierten Witz des türkischen Milliardärs Rahmi Koc über eine kurdische Frau sind in mehreren türkischen Städten Gebäude des Koc-Konzerns mit Schusswaffen angegriffen worden. Türkische Behörden leiteten Ermittlungen ein, mehrere Verdächtige wurden festgenommen. Das meldet die Nachrichtenagentur dpa und beruft sich auf Informationen der türkischen staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu.
Zudem wurde am Montagmorgen auf eine zur Koc-Holding gehörende Bankfiliale in der südostanatolischen Stadt Diyarbakir geschossen, wie die Nachrichtenagentur DHA meldete. Die Filiale blieb den Tag über geschlossen, die Ermittlungen dauern an.In der Nacht zum Sonntag hatten in Istanbul zwei maskierte Männer auf die Zentrale des zum Konzern gehörenden Autohauses geschossen, wie Anadolu meldete. Gegen die zwei von der Polizei festgenommenen Verdächtigen leitete die Istanbuler Staatsanwaltschaft demnach Ermittlungen ein. Im südtürkischen Antalya wurde auf ein Autohaus geschossen, insgesamt wurden drei Verdächtige festgenommen. Die Hintergründe sind noch unklar.
Massive Kritik in sozialen MedienZuvor hatte ein Witz von Koc – dem 95 Jahre alten Milliardär und Ehrenvorsitzenden der Koc-Holding, einem der größten Mischkonzerne der Türkei – bei einer Eröffnungsfeier am Freitag in Izmir für Aufregung gesorgt. Das Video von seiner Erzählung über eine kurdische Frau löste in den sozialen Medien massive Kritik aus.Laut »Financial Times « soll Koc einen Witz über eine Kurdin gemacht haben, die wegen gesundheitlicher Beschwerden zum Arzt geht und dort auf die Aufforderung, sich auszuziehen, antwortet: »Doktor, Sie zuerst.«








