Auch 20 Jahre nach dem Beginn der ersten Bauarbeiten nimmt das Leiden kein Ende für die S-Bahn-Fahrgäste im Südosten Berlins, zum Flughafen BER und nach Königs Wusterhausen. Nachdem sie erst im Mai tagelang Bus fahren mussten, steht jetzt die nächste Sperrung mit Pendel- und Schienenersatzverkehr (SEV) bevor. Diesmal werden mehr als drei Wochen lang keine S-Bahnen fahren, so die Deutsche Bahn.

Los geht es am 12. Juni gegen 22 Uhr. Auf einem großen Teil des Streckennetzes wird der S-Bahn-Betrieb durchgehend bis zum 6. Juli, 1.30 Uhr, unterbrochen. Die Auswirkungen sind gravierend: Wer etwa von Grünau zum Ostkreuz pendelt, ist dann doppelt so lang unterwegs.

Der Südosten ist jetzt schon schwer zu erreichen: Baustellen behindern den Autoverkehr, in Köpenick ist die Straßenbahn unterbrochen. Kein Wunder, dass sich viele Bürger dort mittlerweile abgehängt fühlen.

Nahverkehr Berlin: Was die S-Bahn-Fahrgäste erwartet

Doch die mehr als dreiwöchige S-Bahn-Sperrung betrifft nicht nur Pendler und viele andere Fahrgäste, sondern auch Besucher der Internationalen Luftfahrtausstellung (ILA) in Schönefeld. Ihnen rät die Bahn, mit der S2 über Mahlow anzureisen. Von dort fahren Busse.