PfadnavigationHomeRegionalesHamburgFahrer flüchtetTödlicher Raser-Crash in Hamburg – 23-Jährige stirbt bei mutmaßlichem AutorennenStand: 14:20 UhrLesedauer: 3 MinutenSchwerer Unfall in Bahrenfeld in der Nacht zu Sonntag: Ein Mercedes prallt mit mutmaßlich überhöhter Geschwindigkeit gegen einen Ampelmast. Eine junge Frau stirbt noch am Unfallort, der mutmaßliche Fahrer flieht. Die Polizei sucht dringend Zeugen.Nach einem mutmaßlichen illegalen Autorennen ist es in Hamburg-Bahrenfeld in der Nacht zu Sonntag zu einem tödlichen Verkehrsunfall gekommen. Wie die Polizei mitteilte, wurde eine 23-jährige Frau bei dem Crash so schwer verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle starb. Der mutmaßliche Fahrer des beteiligten Fahrzeugs flüchtete unmittelbar nach der Kollision und ist bislang nicht gefasst.Lesen Sie auchNach bisherigen Erkenntnissen der Verkehrsdirektion Innenstadt/West war ein Mercedes-Benz, besetzt mit insgesamt vier Personen, gegen 2.40 Uhr auf der Bahrenfelder Chaussee in Richtung Stresemannstraße unterwegs. Dabei soll das Fahrzeug mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit gefahren sein. Auf Höhe der Von-Sauer-Straße verlor der Wagen offenbar die Kontrolle, kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Ampelmast. Durch die Wucht des Aufpralls kippte der Pkw und blieb auf der Seite liegen.Die 23-jährige Insassin erlitt bei dem Unfall schwerste Verletzungen und verstarb noch am Unfallort. Zwei weitere Mitfahrer, ein 25-Jähriger und ein 33-Jähriger, wurden schwer verletzt. Rettungskräfte brachten sie zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser.Lesen Sie auchBesonders brisant: Einer der Insassen soll sich unmittelbar nach dem Aufprall aus dem Fahrzeug befreit und zu Fuß vom Unfallort geflüchtet sein. Nach Einschätzung der Ermittler handelt es sich dabei um den mutmaßlichen Fahrer des Wagens, der bei der Kollision ebenfalls Verletzungen erlitten haben dürfte. Eine sofort eingeleitete Fahndung mit zahlreichen Funkstreifenwagen blieb bislang erfolglos.Vor Ort übernahm ein spezialisiertes Verkehrsunfallteam die Ermittlungen. Zur Rekonstruktion des Unfallhergangs setzten die Beamten unter anderem eine Drohne ein. Zusätzlich wurde ein Sachverständiger hinzugezogen, um die genaue Ursache und den Ablauf des Geschehens zu klären. Im Zentrum der Ermittlungen steht der Verdacht eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens – ein Tatbestand, der in Deutschland seit mehreren Jahren mit hohen Strafen geahndet wird, insbesondere wenn Menschen zu Schaden kommen.Kriseninterventionsteam hinzugezogenNeben der polizeilichen Arbeit wurden auch Einsatzkräfte eines Kriseninterventionsteams des Deutschen Roten Kreuzes hinzugezogen. Sie kümmerten sich um Augenzeugen sowie Angehörige der Opfer, die den dramatischen Unfall miterleben mussten oder kurz nach dem Geschehen vor Ort eintrafen.Lesen Sie auchDie weiteren Ermittlungen führt nun die Verkehrsdirektion Süd/West (VD 22). Dabei geht es insbesondere darum, die Identität des geflüchteten Fahrers zu klären und mögliche Hintergründe des mutmaßlichen Rennens zu rekonstruieren. Unklar ist derzeit unter anderem, ob noch weitere Fahrzeuge an dem Rennen beteiligt waren.Die Polizei bittet dringend um Hinweise aus der Bevölkerung. Gesucht werden Zeuginnen und Zeugen, die in der Nacht zum Sonntag verdächtige Beobachtungen im Bereich der Bahrenfelder Chaussee gemacht haben oder Angaben zur Fahrweise des Mercedes vor dem Unfall machen können. Auch Hinweise zur flüchtigen Person könnten für die Ermittler entscheidend sein. Hinweise nimmt die Polizei Hamburg unter der Telefonnummer 040 4286-56789 sowie bei jeder Polizeidienststelle entgegen.dfe