Die iranische Justiz hat die einjährige Haftstrafe gegen den renommierten Regisseur Jafar Panahi bestätigt. Ein Revolutionsgericht in Teheran wies die Berufung des Regisseurs ab, teilte Panahis Anwalt Mostafa Nilli mit. Damit bleiben auch das zweijährige Ausreiseverbot sowie das Verbot jeglicher Mitgliedschaft in politischen und sozialen Gruppen bestehen, so Nili.
Verantwortlich für die Entscheidung ist Richter Iman Afshari. Er ist für seine harten Urteile gegen Regierungskritiker bekannt, die Europäische Union verhängte in der Vergangenheit bereits Sanktionen gegen ihn.Ein Revolutionsgericht hatte Panhi im Dezember vergangenen Jahres in Abwesenheit zu einem Jahr Haft verurteilt, zudem erhielt er ein zweijähriges Reiseverbot sowie ein Verbot, politischen oder sozialen Organisationen beizutreten.
Zum Auftakt des Europäischen Filmpreises in Berlin im vergangenen Januar hatte Panahi Filmschaffende aufgerufen, ihre Stimme zu erheben. »Wenn die Welt heute nicht auf diese eklatante Gewalt reagiert, dann ist nicht nur Iran, sondern die ganze Welt in Gefahr«, sagte Panahi: »Wenn Gewalt unbeantwortet bleibt, wird sie normalisiert.« Und wenn sie normalisiert werde, breite sie sich aus und werde ansteckend.










