Ein israelischer Soldat bewacht einen Zugang zum Gazastreifen
Seit der Nacht bombardieren Iran und Israel einander erneut, nach wochenlangem Waffenstillstand. Vor dem Hintergrund der jüngsten Eskalation hat die israelische Armee auch ihre Vorschriften für die Berichterstattung verschärft.
Medien sollen nach den am Montag verbreiteten Zensuranweisungen nur noch von »einzelnen« oder »Dutzenden« feindlichen Raketen sprechen, aber keine genauen Zahlen angeben. Ebenso wenig dürfen iranische Raketentreffer an militärischen oder strategisch wichtigen Orten sowie auf See veröffentlicht werden, auch keine Bilder von Abfangmaßnahmen oder Angaben zu Orten, an denen Trümmer niedergingen. Man habe »absolut kein Interesse, dem Feind Geschenke zu machen«, hieß es in der Anweisung. Im Zweifelsfall seien Berichte oder Bilder vor der Veröffentlichung dem Zensor vorzulegen.
Zudem macht die Armee Journalisten Formulierungsvorschläge. »Veröffentlichen Sie keine Berichte über Raketen, die ihr Ziel verfehlt haben oder auf dem Flugweg abgestürzt sind. Geben Sie stattdessen an, dass sie ›ihr Ziel nicht erreicht haben‹«, heißt es beispielsweise in den Anweisungen. Ähnliche Hinweise gab es seitens Israels auch schon in der Vergangenheit.










