Der deutsche Mittelstand sieht sich durch Bürokratie und hohe ​Energiepreise in seiner Entwicklung ausgebremst. 65 Prozent nennen Bürokratie ‌als größtes Geschäftsrisiko, geht aus einer Umfrage unter knapp 1100 Unternehmern und Managern kleiner und mittlerer Betriebe für den Deutschen Mittelstands-Bund (DMB) hervor. Diese lag der Nachrichtenagentur ​Reuters am Montag vorab vor. Energiepreise werden von 62,9 ⁠Prozent ⁠genannt. Auch Nachhaltigkeits- und Regulierungsvorschriften (57,1 Prozent), Fachkräftemangel (56,3 Prozent) und Inhaberabhängigkeit (54,7 Prozent) werden häufig genannt.Etwa jedes dritte Unternehmen ‌verfügt nach eigener Einschätzung nicht ​über ausreichende ‌Liquiditätsreserven für größere Krisensituationen. Mehr als jeder zweite Mittelständler erwartet zudem eine weitere Verschärfung der Ertrags- und Finanzrisiken in den kommenden ‌zehn Jahren. »Investitionen werden dadurch zunehmend aufgeschoben oder reduziert«, so der DMB.

Unternehmen wüssten, dass sie ‌widerstandsfähiger werden müssen – etwa durch ​Digitalisierung, ‌Energieeffizienz oder organisatorische Anpassungen. »Gleichzeitig verhindern steigende Kosten, ‌regulatorische ​Belastungen und fehlende finanzielle Spielräume oft genau jene Investitionen, die dafür notwendig wären«, ​beklagt ⁠der Verband.