Zuckersteuer auf Getränke: Wie das Agrarministerium Zuckerfortschritte schönrechnete
Das CSU-Ministerium stellte die Bemühungen der Industrie für weniger Zucker wissentlich positiver dar, als sie waren. Eine entsprechende Steuer will es verhindern.
Achtung: Hoher Zucker- und Profitgehalt!
Oleksandr Latkun/picture alliance
Im Streit über eine Zuckersteuer hat das Bundesagrarministerium die freiwillige Zuckerreduktion bei Erfrischungsgetränken erfolgreicher dargestellt, als sie einem internen Bericht zufolge war. In einer Zusammenfassung einer Analyse der Zuckergehalte von 2018 bis 2024 für die „Hausleitung“ um Minister Alois Rainer (CSU) schrieb das zuständige Fachreferat im Mai 2025: Der Zuckergehalt von Erfrischungsgetränken sei in dem Zeitraum um 9,1 Prozent zurückgegangen. Doch in der Pressemitteilung verkündete das Ministerium im Juli 2025, Erfrischungsgetränke würden „durchschnittlich knapp 15 Prozent weniger Zucker“ enthalten.






