Seit fast drei Jahrzehnten ist Sebastian Ehlers politisch aktiv. Nach Stationen als Stadtvertreter, Schweriner Stadtpräsident und CDU-Landtagsabgeordneter wird der 43-jährige Schweriner im Sommer der Fraktion im Schloss ade sagen und als Oberhaupt in das Rathaus der Landeshauptstadt einziehen. Im Interview spricht der Familienvater und leidenschaftliche HSV-Fan mit Dauerkarte fürs Stadion über seine Ziele für Schwerin, die finanziellen Probleme der Kommunen und die wichtigsten Erkenntnisse aus der Aufarbeitung der Klimaschutzstiftung.

Sie beenden als Vorsitzender des Untersuchungsausschusses zur umstrittenen Klimaschutzstiftung ein Kapitel der Landespolitik und beginnen als Schweriner Oberbürgermeister ein neues. Worauf freuen Sie sich mehr, auf den Schlussstrich oder den Neuanfang?Ich freue mich ehrlich gesagt auf beides. Als leidenschaftlicher Parlamentarier nach zehn Jahren im Landtag geht man natürlich nicht nur mit einem lachenden Auge. Wehmut ist schon vorhanden. Die parlamentarische Arbeit, die Debatten und die Zusammenarbeit mit den Kollegen haben mir viel Spaß gemacht. Gleichzeitig blicke ich mit großer Vorfreude auf die neue Aufgabe, auf die ich ja einige Monate intensiv hingearbeitet habe. Jetzt möchte ich meine Zeit im Schweriner Schloss zu einem guten Ende bringen. Am 6. Juli starte ich dann mit voller Energie als neuer Oberbürgermeister der Landeshauptstadt durch.