Unmut wegen Kontokündigung der GLS-Bank: Selbstkritik des Vorstands bei Genossenschaftsversammlung

„Kein Glanzstück“ waren die Kontokündigungen für DKP und Rote Hilfe, sagt Vorstand Kannegießer. Die Versammlung stützt die Bankspitze deutlich.

Die GLS-Bank finanziert fortschrittliche Projekte. Viele soziale oder ökologische Organisationen haben hier ein Konto

Hendrik Schmidt/dpa

Trotz massiver öffentlicher Kritik an Kontokündigungen gegenüber der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) und der Gefangenenhilfsorganisation Rote Hilfe ist der Vorstand der sich selbst als „sozial-ökologisch“ beschreibenden GLS-Bank mit breiter Mehrheit bestätigt worden. Bei der Genossenschaftsversammlung am Samstag in Bochum stimmten 676 der 720 anwesenden Mitglieder en bloc für eine Entlastung des gleichberechtigten dreiköpfigen Vorstandsteams, dem Aysel Osmanoglu nicht mehr als Sprecherin vorsteht. Mit deutlicher Mehrheit gestützt wurden in Einzelabstimmungen auch die Mitglieder des Aufsichtsrats um die scheidende Vorsitzende Irene Reifenhäuser-Karnath.