Der Mord an dem britischen Studenten Henry Nowak erschüttert Großbritannien seit Monaten. Doch inzwischen geht es nicht mehr nur um die tödliche Messerattacke und mögliche Fehler der Polizei. Der Fall hat sich zu einem politischen Streit entwickelt, der bis ins Weiße Haus reicht.
Auslöser war ein Beitrag von US-Vizepräsident JD Vance auf X. Darin stellte er den Tod des 18-Jährigen als Beleg für die Folgen von Masseneinwanderung und das Versagen westlicher Eliten dar. Die Reaktion aus London fiel ungewöhnlich deutlich aus.
Großbritanniens Außenminister David Lammy griff zum Telefon und widersprach Vance direkt. In der BBC-Sendung Sunday with Laura Kuenssberg berichtete Lammy später, er habe dem US-Vizepräsidenten gesagt, dieser liege „falsch“. Die Tötung von Henry Nowak habe nichts mit Massenmigration zu tun.
Aus einem Mordfall wird ein transatlantischer Konflikt
Damit ist genau das eingetreten, was die Familie des Opfers verhindern wollte. Der Fall Nowak ist längst nicht mehr nur Gegenstand strafrechtlicher Aufarbeitung. Er ist zu einem Symbol im politischen Kulturkampf geworden – auf beiden Seiten des Atlantiks.










