Wer in diesen Wochen im Garten arbeitet und plötzlich auf ein Gelege aus rosa oder kräftig pinkfarbenen Eiern stößt, sollte hellhörig werden. Das ungewöhnliche Farbspektakel ist kein harmloses Naturschauspiel: Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich um die Eigelege der Apfelschnecke – einer invasiven Art der Gattung Pomacea, deren Haltung, Handel und Vermehrung in der gesamten Europäischen Union verboten ist.Die Tiere legen ihre auffälligen Gelege bevorzugt an Pflanzen oder anderen Flächen oberhalb des Wasserspiegels ab – am Teichrand, an Schilfhalmen, auf Steinen. Wer also einen Gartenteich oder eine Wasserpflanzzone besitzt, sollte in den Sommermonaten genau hinschauen.
Warum die Apfelschnecke so gefährlich ist
Die Apfelschnecke stammt ursprünglich aus Südamerika. Nach Nordamerika, Asien und schließlich in die spanischen Reisanbaugebiete Kataloniens eingeschleppt, tauchte sie 2017 in der Schweiz und 2018 in Frankreich auf. Seit 2019 gilt sie in der EU als sogenannter Unionsquarantäneschädling – eine Kategorie, die amtliche Bekämpfungsmaßnahmen vorschreibt.Der Grund ist ihr Schadpotenzial: Die Schnecken fressen an allen oberirdischen Pflanzenteilen und können beträchtliche ökonomische Schäden durch Ernteverluste verursachen. Das betrifft auch Grundnahrungsmittel wie Reis, erklärt Dr. Gritta Schrader vom Julius Kühn-Institut (JKI) in Braunschweig. In Europa hat die Schnecke keine natürlichen Feinde. Ohne Gegenspieler vermehren sich die Tiere bei günstigen Bedingungen rasch und beeinträchtigen dadurch die Wasserqualität; der verringerte Bewuchs erhöht zudem die Erosionsgefahr.













