Künstliche Intelligenz : OpenAI will ChatGPT zur „Super-App“ umbauen07.06.2026, 10:41Lesezeit: 2 Min.Laut einem Medienbericht will der Softwarekonzern seinen Chatbot mit Programmierwerkzeugen und KI-Agenten ergänzen. Dadurch will das Unternehmen mehr Unternehmenskunden für sich gewinnen.Der amerikanische Softwarekonzern OpenAI plant einem Zeitungsbericht zufolge den bislang größten Umbau seines KI-Chatbots ChatGPT. Die Anwendung solle zu einer sogenannten Super-App mit Programmierwerkzeugen ⁠und KI-Agenten ausgebaut werden, um den Umsatz vor einem möglichen Börsengang anzukurbeln, berichtete die „Financial Times“ am Sonntag unter Berufung auf mehr als ein Dutzend aktuelle und ehemalige Mitarbeiter. ‌Die Änderungen seien Teil einer umfassenden Umstrukturierung von OpenAI. Das Unternehmen wolle sich verstärkt auf lukrative Unternehmenskunden konzentrieren und den Wettbewerb mit dem Rivalen Anthropic verschärfen. ‌Eine Stellungnahme von OpenAI lag ‌zunächst nicht vor.Geschäftskunden bringen 40 Prozent des UmsatzesIm Zuge der Neuausrichtung soll das Programmierprodukt Codex aufgewertet werden. Die Neuerungen sollen in den nächsten Wochen zunächst als Updates für die Website und die mobilen Apps von ChatGPT eingeführt werden, hieß ⁠es in dem Bericht weiter. Um die Nutzung voranzutreiben, gestalte OpenAI die Benutzeroberfläche neu. Nutzer sollen so gezielt zu Programmierwerkzeugen, Bildgenerierung und Partnerdiensten wie Canva und Booking.com gelenkt werden.Dem Blatt zufolge machen zwei Millionen ⁠Geschäftskunden derzeit etwa ‌40 Prozent des Umsatzes von OpenAI aus. Das Unternehmen erwarte, dass dieser Anteil bis zum Jahresende auf 50 Prozent steigen werde. ChatGPT hat nach Angaben des Unternehmens von ⁠Anfang des Jahres ⁠mehr als 900 Millionen wöchentlich aktive Nutzer und mehr als 50 Millionen zahlende Privatkunden.Die Nachrichtenagentur Reuters ⁠hatte im Mai ⁠berichtet, dass OpenAI einen Börsengang in den USA vorbereite. Konzernchef Sam Altman hatte erklärt, das Unternehmen ‌konzentriere sich nicht auf einen bestimmten Zeitplan und werde erst dann an die Börse gehen, wenn der Zeitpunkt dafür sinnvoll sei.