„Hey, ich bin DJ Ben. Ich spiele dir deine Lieblingssongs und zeige dir neue Musik, die dir gefallen wird“, so freundlich spricht mich das neue Feature von Spotify an, als ich die App eines Tages Mitte Mai öffne. Hinter „Ben“ soll ein KI-DJ stecken, wie ihn der Musik-Streamingdienst nennt. Erstmals kündigte der Konzern die Funktion 2023 an, jetzt ist sie auch in Deutschland verfügbar.Anzeige

In meinem Spotify-Account (den ich noch mit schlechtem Gewissen bezahle) habe ich zahlreiche Playlisten selbst zusammengestellt – meist sortiert nach regionaler Herkunft der Bands, manches nach Neuerscheinungen, in die ich reinhören möchte, anderes zum bedenkenlosen Abspielen in der Küche, wo auch andere Menschen in meinem Haushalt mithören dürfen – oder müssen.

Playlists: Wann ich mich auf Spotifys Empfehlungen verlassen kann

Wenn ich neugierig auf Erweiterungen in meinen Playlists bin, höre ich die Playlist „Release Radar“, die mir auf Basis meiner Hörgewohnheiten neue Songs zusammenstellt. Oder ich erlaube dem Empfehlungsalgorithmus im Shuffle-Modus neue Songs abzuspielen. Ansonsten suche ich mir neue Titel selbst zusammen, aus Magazinen, Newslettern oder Tipps von Freund:innen. Meine Expertise und auch meine Freude bei der Suche will mir nun eine KI-Funktion abnehmen? Ich bin skeptisch, stelle Bens vollmundiges Versprechen aber dennoch auf den Prüfstand.Anzeige