PfadnavigationHomePolitikAuslandNordkorea„Tagträume aufgeben“ – Kim Jong-uns Schwester lehnt nukleare Abrüstung eindeutig abStand: 02:21 UhrLesedauer: 2 MinutenKim Yo-jong zählt zu den engsten Vertrauten von Machthaber Kim Jong-unQuelle: picture alliance/dpa/TASS/Yuri SmityukNordkorea erteilt Verhandlungen über sein Atomprogramm eine entschiedene Absage. Der Status als Atommacht sei „nicht verhandelbar“, teilte die Schwester von Machthaber Kim Jong-un mit.Die einflussreiche Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat Verhandlungen über Nordkoreas Atomprogramm sowie damit verbundenen Bemühungen für eine nukleare Abrüstung eine entschiedene Absage erteilt. „Unser Status als Atommacht ist absolut nicht verhandelbar“, erklärte Kim Yo-jong am Sonntag nach Angaben von Nordkoreas Nachrichtenagentur KCNA. Das international weitgehend isolierte Land werde „keinerlei Drohungen hinnehmen“. Feindliche Kräfte sollten ihre „Tagträume von einer Denuklearisierung aufgeben“, sagte Kim weiter. Erst am Freitag hatte ein Sprecher des US-Außenministeriums gegenüber der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap gesagt, die Vereinigten Staaten blieben offen für einen Dialog mit Nordkorea „ohne Vorbedingungen“ und hielten „weiterhin an dem Ziel einer vollständigen Denuklearisierung Nordkoreas fest“.Kim Yo-jong zählt zu den engsten Vertrauten ihres Bruders. Sie gilt zudem als eines der wichtigsten Gesichter in der Außenpolitik des abgeschotteten Landes. Ihre Äußerungen erfolgten kurz vor einem Besuch von Chinas Staatschef Xi Jinping in Nordkorea. Xi reist erstmals seit sieben Jahren nach NordkoreaStaatsmedien zufolge reist Xi am Montag nach Nordkorea und bleibt bis Dienstag. Es ist die erste Reise des chinesischen Präsidenten nach Pjöngjang seit sieben Jahren. China ist Nordkoreas wichtigster Handelspartner und unterstützt das Land diplomatisch, wirtschaftlich und politisch. Im April hatte bereits Chinas Außenminister Wang Yi erstmals seit 2019 Pjöngjang besucht. Dabei kündigte er an, dass Peking „den Dialog und die praktische Zusammenarbeit auf allen Ebenen verbessern“ wolle. Zudem betonte er die traditionelle „in Blut geschmiedete Freundschaft“ zwischen beiden Ländern.Der UN-Sicherheitsrat hatte wegen Nordkoreas Atomwaffen- und Raketenprogramms zahlreiche Sanktionen gegen das Land verhängt. Pjöngjang treibt sein Atomwaffen- und Raketenprogramm dennoch weiter voran. 2023 verankerte Nordkorea seinen Status als Atommacht auch in seiner Verfassung. Zuletzt hatte Nordkorea mit neuen Waffentests weltweit Besorgnis ausgelöst.luwi/dpa/AFP