Eigentlich sollte es ein routinemäßiger Gang zur Bank werden. Als Andreas Kuhn, Mitgründer und Betreiber des Café Pakolat sowie der Firstcrack-Kaffeeröstereien in Prenzlauer Berg, sich wie sonst auch auf den Weg machte, um die Bareinnahmen des Wochenendes einzuzahlen, konnte er seinen Augen nicht trauen. Nur kurz hatte er sein verriegeltes Auto unbeaufsichtigt gelassen – und schon war seine Tasche verschwunden. Darin befanden sich nicht nur sein Portemonnaie, der Laptop mit notwendigen Geschäftsunterlagen und wichtige Dokumente, sondern vor allem sämtliche Bareinnahmen, die seine drei Geschäfte über Pfingsten erwirtschaftet hatten.

Cafébetreiber: „Es wird wirklich existenzbedrohend“

„Da war alles drin, was für unser Geschäft wichtig ist“, sagt Kuhn im Telefonat mit der Berliner Zeitung. 2010 hatte er gemeinsam mit seiner Kollegin Janine Bohn die Kaffeerösterei- und Cafémarke Firstcrack gegründet und betreibt heute Standorte in Berlin und Eberswalde – darunter das Café Pakolat in der Raumerstraße sowie das Firstcrack in der Senefelderstraße. Neben essenziellen Geschäftsunterlagen wurden Kuhn am Dienstag vergangener Woche auch rund 5000 Euro gestohlen, die seine drei Geschäfte eingenommen hatten. Für den Berliner Kaffeeunternehmer ist der Verlust gravierend: „In dieser Größenordnung wird es wirklich existenzbedrohend. Der Gastronomie geht es ohnehin nicht gut – und dann kommt so etwas noch erschwerend hinzu. Katastrophe.“