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Glosse: Was zur Hölle ist los mit dir, liebes München? Lange war München der Gegenentwurf zur deutschen Tristesse. Jetzt muss auch die reiche Vorzeigestadt sparen. Was macht das mit dem bayerischen Ego? Ein persönlicher Blick unserer Autorin.
Annika Keilen 05.06.2026 - 16:17 Uhr Artikel anhörenMünchen mit Alpen im Hintergrund: Es läuft finanziell nicht mehr. Foto: Getty Images/iStockphotoDa sind die hellbraunen, die ockerfarbenen und die mattweißen Kieselsteinchen. Dazwischen ein paar Sandkörner, die meine nackten Füße ertasten. „Hach, München“, denke ich, als ich an meinem Hellen nippe, während ich mitten in der Isar stehe. Mitten in dir, München. Und trotz der vielen Flussgäste, die genau wie ich an ihren Flaschen nuckeln, sehe ich keine einzige Scherbe auf deinem Flussgrund, deinen grauen Steintreppen oder deinen grünen Wiesen.Stattdessen beobachte ich einen Rennradfahrer nach dem anderen auf deinem makellosen Isarradweg entlangflitzen. Ein kurzer Gedanke: Vielleicht fahren sie vor ihren Problemen weg. Aber halt, stopp. Wir sind in München. Hier gibt’s keine Probleme. Oder doch?Seit einiger Zeit hast ausgerechnet du ein Problem, liebes München. Sogar ein ziemlich deutsches: Es läuft finanziell nicht mehr. Besonders besorgniserregend: Dein Schuldenberg wächst. 2018 hattest du noch Schulden in Höhe von nur 680 Millionen Euro. Jetzt planst du für Ende 2026 Rekordschulden von 9,76 Milliarden Euro. Wie eng es finanziell wurde, zeigte sich erst vergangenes Jahr, als du kaum deinen Haushalt aufstellen konntest. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt








