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Prüfers Kolumne: Der neue Horror am Arbeitsplatz – das Starren der Generation Z Das wirkt auf ältere Menschen wie ein Systemabsturz, weil sie in einer Welt sozialisiert wurden, in der jedes Gespräch mit kleinen Schmierstoffen versehen werden musste.
Tillmann Prüfer 06.06.2026 - 10:44 Uhr Artikel anhörenDer Autor ist Mitglied der Chefredaktion des „Zeit-Magazins“. Foto: HandelsblattEs gibt ein Phänomen, das Arbeitgeber offenbar umtreibt: den „Gen-Z-Stare“, den Blick von Mitarbeitern der Generation Z. Der soll schockierend leer sein. Nicht traurig leer, nicht erschöpft leer, sondern so leer wie ein unmöbliertes Airbnb.Der ausdruckslose oder leicht entgeisterte Blick, mit dem junge Menschen auf Fragen reagieren, die früher noch mit einem Satz beantwortet worden wären. „Kann ich bitte einmal die Quittung haben?“ – starrer Blick. „Wie spät macht ihr zu?“ – starrer Blick. „Wer möchte die Präsentation beginnen?“ – starrer Blick nirgendwohin.Ältere reagieren darauf mit tiefer Irritation, weil sie ihr ganzes Berufsleben darauf verwendet haben, genau diesen Gesichtsausdruck zu vermeiden. Das deutsche Arbeitsleben beruhte jahrzehntelang auf einer einzigen Grundregel: Man muss so tun, als freue man sich. Ein Kellner musste aussehen, als sei das Nachfüllen von Mineralwasser ein kreativer Akt. Und wer Karriere machen wollte, lernte irgendwann dieses leicht übertriebene Interessengesicht, das signalisiert: Ich bin engagiert, offen, lösungsorientiert – auch wenn ich innerlich bereits vollständig verbrannt bin. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt







