Schwimmbäder gelten als Orte der Erholung – doch immer wieder geraten sie bundesweit in die Schlagzeilen, wenn Tumulte, Schlägereien oder sexuelle Übergriffe das Badevergnügen trüben. Wie sieht die Lage in Sachsen aus?

Das Sächsische Staatsministerium des Innern hat auf Anfrage dieser Zeitung konkrete Zahlen vorgelegt. Demnach stieg die Zahl der polizeilich erfassten Straftaten an der Tatörtlichkeit „Schwimmbad, Badestelle“ von 301 Fällen im Jahr 2021 auf einen Höchststand von 419 Fällen im Jahr 2023. Seitdem geht die Zahl wieder zurück: 2024 wurden 361, 2025 nur noch 283 Fälle erfasst.

Auch bei den Tatverdächtigen zeichnet sich nach dem Spitzenwert von 225 Personen im Jahr 2023 ein klarer Abwärtstrend ab – 2025 waren es 149. Auffällig: Die überwiegende Mehrheit der Tatverdächtigen ist männlich (2025: 126 von 149), ein Drittel besitzt keine deutsche Staatsangehörigkeit. Jugendliche und Heranwachsende stellen einen großen Teil der Beschuldigten: Fast jede zweite tatverdächtige Person 2025 war unter 21 Jahre alt.

Dresden: Brennpunkte Prohlis, Gorbitz und das Zentrum

Während das Innenministerium eine statistische Auswertung vornahm, zeichnen die Stadtwerke und Bädergesellschaften ein Bild der Lage vor Ort. Besonders deutlich wird die Dresdner Bädergesellschaft: Sicherheit sei in einigen Objekten sehr wohl ein Thema – konkret im Stadtzentrum sowie in den als soziale Brennpunkte geltenden Stadtteile Prohlis und Gorbitz.