Der russische Präsident Wladimir Putin hat den früheren deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder im Kreml zu einem privaten Gespräch empfangen. Inhalte des Treffens wurden nicht bekannt.

Putin und Schröder seien in Moskau zu einem Vier-Augen-Gespräch zusammengekommen, bestätigte der außenpolitische Berater des Kremls, Juri Uschakow, der russischen Nachrichtenagentur Interfax. „Ja, ich habe ihn getroffen, wir hatten ein gutes Gespräch“, sagte Uschakow demnach. Das Treffen habe im Kreml stattgefunden.

Auf die Frage, ob bei dem Gespräch auch mögliche Verhandlungsperspektiven zwischen Russland und der Europäischen Union erörtert worden seien, sagte Uschakow laut Interfax: „Ich weiß es nicht, es war ein Vieraugengespräch.“ Das Gespräch sei freundlich verlaufen, Details kenne er nicht.

Debatte in der EU um Vermittlerrolle

Putin hatte Schröder zuvor öffentlich als möglichen Vermittler im Krieg zwischen Russland und der Ukraine ins Gespräch gebracht. Der 82-Jährige ist bekanntlich mit dem Kremlchef befreundet und war nach seiner Regierungszeit als Lobbyist für russische Energieunternehmen tätig. Der Vorschlag Putins, ihn als Verhandler einzusetzen, stieß in Berlin und Brüssel auf Ablehnung.