Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa und SID.Hier geht es zum Spielplan der Fußball-WM, hier zum deutschen Kader und hier zu einer Übersicht über die Spielorte und Stadien.Jetzt wird’s BIG! BIG! BIG! Ein Liveblog mit allem, was Sie über die WM wissen müssenHello! und ¡Hola! liebe Leserinnen und Leser, herzlich willkommen in unserem Liveblog zum „größten Ereignis, das die Menschheit jemals sehen wird“. Ja, tatsächlich, so nennt Gianni Infantino die nahende Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada. Ob es wirklich so BIG! BIG! BIG! wird, wie der Big Boss des Fußball-Weltverbands Fifa das erwartet? Das werden auch wir bei der SZ uns bis zum Finale am 19. Juli ganz genau anschauen. „104 Super Bowls in einem Monat – das ist die Größenordnung des Ereignisses, das wir organisiert haben“, sagt Infantino. Mich hat das spontan an einen Werbespruch der Eismarke Ben & Jerry's erinnert: „Unser Geheimrezept? Von allem zu viel“. Um im Bild zu bleiben: Ob eine Vorrunde mit 72 Spielen am Ende vielleicht so schmeckt, als hätte man sie ein bisschen mit Luft aufgeschlagen? Haben Sie sich, bei allem Respekt natürlich, den Kracher Demokratische Republik Kongo gegen Usbekistan (Sonntag, 28. Juni, 1:30, MagentaTV) schon dick im Kalender angestrichen? Falls nicht, keine Sorge: Wir werden da sein! Mit zwölf Reportern in den drei WM-Ländern, mit unseren Nationalelf-Experten, die das Team von Julian Nagelsmann in Manndeckung nehmen, und mit einem eigens eingerichteten SZ-Headquarter in Atlanta, von dem aus wir Ihnen immer in der deutschen Nacht alles Wichtige, Unterhaltsame, Empörende und bestimmt auch manches Unwichtige, aber Kuriose zusammenfassen. Wir werden die überwölbenden Themen genauso im Blick haben wie das Geschehen in den Stadien. Und dieser Liveblog wird ein guter Ausgangspunkt sein, um sich immer wieder in dem Dickicht aus, nun ja, 104 Fußball-Super-Bowls zu orientieren. Wie genau wir in den kommenden sechs Wochen berichten werden? Das haben wir Ihnen in diesem Text aufgeschrieben, inklusive Links zu all unseren WM-Sonderseiten, Podcasts und Newslettern. Ich hoffe, wir sehen, lesen und hören uns! Claudio Catuogno Ressortleiter SZ-Sport Stell Dir vor, WM-Tickets kostenlos ...... ja, solches Glück gibt es tatsächlich – und zwar wegen eines Fehlers auf der Fifa-Website. Dutzende Fans haben auf diese Weise kostenlose Tickets erhalten. Der Weltverband hat die Käufer inzwischen aber aufgefordert, den korrekten Betrag für die Karten zu bezahlen. Einen entsprechenden Medienbericht bestätigte die Fifa knapp eine Woche vor dem Eröffnungsspiel auf Nachfrage der Deutschen Presseagentur. Etwa 60 Fans hätten am Mittwoch „eine Mitteilung zu Tickets erhalten, die aufgrund eines früheren Zahlungsproblems während des Bestellvorgangs kostenlos zugeteilt worden waren“, erklärte der Verband. „Die von diesen Fans angeforderten Tickets bleiben reserviert, und die betroffenen Fans wurden aufgefordert, die Zahlung des korrekten Betrags vorzunehmen.“ Der Verband bedauere den Fehler sowie etwaige dadurch entstandene Unannehmlichkeiten. Es bleibt also bei den teils horrenden Kartenpreisen. Deutschlands zweiter Gegner ist in FormFalls sich übrigens jemand fragt, mit wie viel Selbstvertrauen DFB-Gegner Elfenbeinküste nach dem gestrigen Test-Sieg gegen Frankreich zur WM reist, hier ein Statement von Nationaltrainer Emerse Faé: „Wir fahren nicht in die USA, um die Reihen zu füllen oder Sehenswürdigkeiten zu besichtigen.“Laura OtterMexikos Fanmeile von Lehrern belagert Kurz vor dem Start der Fußball-WM sorgt ein Lehrerstreik in Mexiko-Stadt für Spannungen. Tausende Protestierende haben das Stadtzentrum besetzt und drohen, die Feierlichkeiten rund um das Turnier zu stören. SZ-Autor Jan Heidtmann berichtet über die Hintergründe des Lehrerstreiks und die Herausforderungen für die WM-Gastgeber.Laura OtterGeld oder Liebe Der Schweizer Verein Tschutti Heftli bringt seit 2008 immer zu großen Turnieren künstlerische Fußballsticker-Sammelalben heraus. Doch in diesem Jahr verweigert er sich und stellt sich damit gegen den Maximalkommerz, den diese Weltmeisterschaft verkörpert. SZ-Autor Holger Gertz zeigt, wie eng Fußball, Politik und wirtschaftliche Interessen inzwischen miteinander verflochten sind und warum die Vorstellung eines unpolitischen Sports längst zur Illusion geworden ist. Shakira singt! Und jeder kann mitsingenMusik, so wichtig bei einer WM! BIG BIG BIG, was da schon für liedgewordene Emotionen transportiert wurden, besonders in den 90ern. "Far Away in America" zum Beispiel, jener Schunkler der deutschen Nationalmannschaft mit Village People. Oder, für die Generation Tic Tac Toe, das Werk "Everybody's going to the USA" von 4Reeves featuring DFB-Elf samt rappendem Lothar Matthäus. Das waren natürlich nur Stilblüten für den deutschen Markt. Auf globaler Ebene heißt der Dauerbrenner längst Shakira, sie singt und tanzt auf jedem Fußballplatz – und das stets orthografisch weltumspannend. Nach "Waka Waka", dem offiziellen WM-Song 2010 folgt diesmal bei der Eröffnungsfeier ihr Liedchen „Dai Dai“ (nicht verwandt mit "Hooray, Hooray Ali Ali Daei"), das die Kolumbianerin gemeinsam mit dem nigerianischen Musiker Burna Boy aufführt. Bei der Zeremonie am Donnerstag im Aztekenstadion sollen auch weitere Barden wie Alejandro Fernández, Belinda, Danny Ocean, J Balvin oder Lila Downs performen. Die Show startet bereits 90 Minuten vor dem Anpfiff um 21 Uhr. Wer sich derweil noch mal ins Jahr 1994 zurückbeamen möchte: Es gibt zur WM damals gerade eine Doku, die sich der Feuilleton-Kollege Moritz Baumstieger samt anderen aktuellen Fußballdokus näher angesehen hat: Weltmeister? Vorrunden-Aus? Stimmen Sie ab!Keine WM ohne vorherige Umfragen! In jener des unbestechlichen ZDF-Politbarometers zum Beispiel glauben nur 15 Prozent der Deutschen an den Titel der DFB-Elf. Da stellt sich natürlich die Frage, ob SZ-Leserinnen und Leser optimistischer sind?Was ist im Bestfall drin für Deutschland?·Fifa-Neuerung: Auch Ersatzspieler stehen bei der Hymne auf dem PlatzBei der Fußball-WM werden erstmals auch die Ersatzspieler bei der üblichen Zeremonie vor dem Anpfiff mit auf dem Platz stehen. „Während der Nationalhymnen versammeln sich alle 26 Akteure jedes Teams um das Banner im Mittelkreis, damit jeder einzelne von ihnen – also nicht nur die Startelf – diesen symbolträchtigen Moment voller Stolz und Emotionen erleben kann“, gab die Fifa eine Woche vor dem Start in das Turnier bekannt. Der Weltverband kündigte an, dass die Teams beim Einlaufen von Kindern und Jugendlichen begleitet werden. „Die Zeremonie vor der Partie wird durch eine Reihe zusätzlicher visueller Elemente bereichert, darunter ein Banner im Mittelkreis, kleine Nationalflaggen sowie das charakteristische Fifa-Logo auf dem Spielfeld“, hieß es. Zum Handschlag der Spielführer und Mannschaftsfoto der Startelf sind die Ersatzspieler dann nicht mehr auf dem Feld. Die Fifa kündigte an, dass die Zeremonie im Verlauf des Turniers „um zusätzliche Elemente wie farbigen Rauch oder Pyrotechnik erweitert“ werde.Ohne PSG-Spieler: Frankreich verliert gegen ElfenbeinküsteMitfavorit Frankreich hat beim ersten WM-Härtetest gepatzt, der deutsche Gruppengegner Elfenbeinküste hingegen mit einem Überraschungssieg ein Zeichen Richtung DFB-Elf gesetzt. Die Ivorer bezwangen am Donnerstagabend den zweimaligen Weltmeister in Nantes verdient 2:1 (0:1). Vor der Abreise nach Nordamerika trifft Frankreich in einem finalen Test am Montag in Lille auf Nordirland. Frankreich ist nicht die einzige Nation, die in den Tests vor dem WM-Start gepatzt hat: Auch die Niederlande erlebte eine Niederlage, beim 0:1 im De Kuip in Rotterdam gegen Algerien. Nach dem Spiel gab es Pfiffe und Buhrufe, „die niederländische Nationalmannschaft besteigt mit hochroten Köpfen, aber glücklicherweise unverletzt, das Flugzeug nach Amerika“, schrieb De Telegraaf. Japans Team wechselt gleich zweimal den Trainingsplatz Das war vermutlich anders geplant: Die japanische Fußballnationalmannschaft hat nach ihrer Ankunft in Mexiko laut Berichten innerhalb von zwei Tagen zweimal den Trainingsplatz gewechselt. Der Grund war laut japanischer Medien eine zu schlechte Rasenqualität. Die „Blue Samurai“ sollten ursprünglich ein Trainingsgelände der Tigres de Monterrey nutzen, der nach starken Niederschlägen aber in keinem guten Zustand war. Das Team um Bundesliga-Profi Ritsu Doan (Eintracht Frankfurt) wich auf ein Universitätsgelände aus, wie die Tageszeitung Sports Hochi berichtete, war dort aber ebenfalls unzufrieden.Schließlich trainierten die Asiaten auf dem Gelände des CF Monterrey. „Das liegt am schlechten Wetter, da kann man nichts machen“, erklärte der technische Direktor des japanischen Fußballverbands, Masakuni Yamamoto. Man wolle eine „optimale Vorbereitung“ auf die am 11. Juni beginnende Weltmeisterschaft sicherstellen. DFB-Elf in Chicago: Neuer und Urbig schlendern über die StrandpromenadeDie deutsche Mannschaft hat Chicago erreicht, hier trifft sie am Samstag im letzten Test vor dem WM-Start auf die USA. Unser Reporter Martin Schneider berichtet aus der Metropole am Lake Michigan.Forscher kritisieren Sportwetten-Werbung im Fußball Kurz vor der WM schlagen Wissenschaftler Alarm: Wettanbieter seien in Live-Übertragungen, Sportsendungen und Social Media dauerhaft präsent – mit Sponsoring, Bandenwerbung und digitalen Inhalten. Das hat Folgen. Allein in Deutschland werden jährlich rund zwei Milliarden Euro verzockt.„Glücksspielwerbung gehört im Profifußball inzwischen zum Normalzustand“, heißt es in zwei am Dienstag veröffentlichten Studien der Universität Stuttgart-Hohenheim. Die Forscher sehen erhebliche Risiken insbesondere für die Hauptzielgruppe der jungen Männer und fordern strengere Regeln bei Glücksspielwerbung im Sport. Die Auswirkungen sind laut der Studie gewaltig: Demnach verspielen Wettende in Deutschland jährlich rund zwei Milliarden Euro. Rund 1,3 Millionen Menschen seien wett- oder spielsüchtig – viele im Bereich der Live-Sportwetten.TickarooLive Blog Software