EU-Strategie zur digitalen Souveränität: Ein guter Anfang, aber noch nicht mutig genug

Mit eigenen KI-Modellen und eigener Software setzt Europa auf mehr Unabhängigkeit von den USA und dessen Tech-Konzernen. Das wurde auch mal Zeit.

Die EU hat Pläne für mehr digitale Souveränität

Nikolas Kokovlis/picture alliance

A uf der Liste der reichsten Menschen steht Larry Ellison gerade auf Platz 3. Ellison ist ein Freund von US-Präsident Donald Trump und Vater von David Ellison, der dabei ist, in den USA ein Medienkonglomerat zu schaffen. Außerdem ist Ellison (der Vater) Gründer des IT-Konzerns Oracle, dessen Produkte auch von staatlichen Stellen in Deutschland genutzt werden. Zwischen 2023 und 2025 überwies der Bund rund 220 Millionen Euro an Oracle. 220 Millionen, die fehlen, um unabhängige Open-Source-Alternativen aus Europa zu stärken. Die 220 Millionen sind nur ein Bruchteil – EU-weit werden die staatlichen Ausgaben für Dienste von US-Techkonzernen auf eine dreistellige Milliardensumme geschätzt.