In unserem Liveblog informieren wir Sie über alle Entwicklungen in der zweiten Präsidentschaft von Donald Trump.Verurteilter Kapitolstürmer jetzt RegierungsangestellterEin verurteilter Kapitolstürmer ist mittlerweile beim US-Verteidigungsministerium angestellt und dort Berichten zufolge mit sensiblen Angelegenheiten betraut. Elias Irizarry arbeite als „politisch Ernannter“ im Pentagon, bestätigte ein Ministeriumssprecher die Personalie auf der Plattform X, über die zuerst die „Washington Post“ berichtet hatte. Irizarry sei „eine qualifizierte, patriotische junge Fachkraft“ und man sei stolz, ihn im Kriegsministerium zu haben, erklärte Sprecher Joel Valdez. Wer genau ihn dort einstellte, ist unklar: Normalerweise vergebe das Büro des Verteidigungsministers jene politischen Posten, manchmal sei es auch das Weiße Haus direkt, schreibt die „New York Times“. Der „Washington Post“ und weiteren US-Medien zufolge arbeitet Irizarry seit vergangenem Jahr dort in einer Abteilung, die sich mit besonders sensiblen Aufgaben wie irregulärer Kriegsführung und Terrorabwehr befasst. Alle Positionen darin erforderten eine extrem hohe Sicherheitsfreigabe-Stufe, so die US-Zeitung. Tim SchellenbachKennedy Center streicht Trumps Namen aus DokumentenDas Kennedy Center in Washington verbannt den Namen von US-Präsident Donald Trump aus offiziellen Dokumenten. Mitarbeiter der weltberühmten Kultureinrichtung seien angewiesen, Trumps Name „sofort“ aus E-Mail-Signaturen, Briefköpfen und von Anrufbeantwortern zu entfernen, hieß es in einem am Donnerstag (Ortszeit) versendeten Memo, das mehreren US-Zeitungen vorlag. Bis zum 12. Juni müssten Webseite, Broschüren und Schilder im Innen- und Außenbereich geändert werden. Der Schritt folgt auf eine Gerichtsentscheidung in der vergangenen Woche. Ein Richter ordnete an, dass Trumps Name wieder von der Fassade des Zentrums verschwinden muss. Zudem darf das Zentrum zumindest vorläufig nicht wie von Trump geplant im Sommer für zwei Jahre wegen Renovierungsarbeiten geschlossen werden. Trump reagierte höchst verärgert auf das Urteil.Trump hatte das Kennedy Center kurz nach seinem Amtsantritt vor gut einem Jahr unter seine Kontrolle gebracht und einen Kampf gegen „antiamerikanische Propaganda“ in der Kulturwelt angekündigt. Er entließ mehrere Mitglieder des Kuratoriums, übernahm den Vorsitz und beauftragte seinen Vertrauten Richard Grenell, die Institution neu auszurichten. Im Dezember wurde das Kennedy Center in Trump Kennedy Center umbenannt. Das führte zu großem Protest, Künstler sagten Auftritte ab.USA erhöhen Druck auf KubaInmitten seit Monaten anhaltender Spannungen zwischen Washington und Havanna haben die USA den Druck nochmals erhöht: Die Regierung in Washington erließ am Donnerstag Wirtschaftssanktionen gegen den kubanischen Präsidenten Miguel Díaz-Canel und mehrere Mitglieder der Familie des ehemaligen Präsidenten Raúl Castro. Die Führung in Havanna erklärte, sie werde sich gegen den Schritt wehren. Kubas UN-Vertreter warnte angesichts der anhaltenden Öl-Blockade vor einer „humanitären Notlage“.Gegen Präsident Díaz-Canel hatte im Juli vergangenen Jahres bereits das US-Außenministerium Sanktionen verhängt. Von den nun erlassenen Wirtschaftssanktionen des Finanzministeriums sind neben ihm auch seine Frau und sein Stiefsohn betroffen. Außerdem wurden der Sohn und einer der Enkel von Raúl Castro belangt. Klaus BardenhagenTrump will 700 Millionen in „schöne, saubere Kohle“ investieren Donald Trump hat Investitionen von 700 Millionen Dollar (rund 603 Millionen Euro) für die Kohleindustrie angekündigt. Damit sollen Kraftwerke in den USA modernisiert, Bergwerke ausgebaut und ein für Exporte bestimmter Containerhafen nördlich von San Francisco errichtet werden. F.A.Z.-Korrespondent Winand von Petersdorff erklärt die Hintergründe:Wer hat den Längsten?Die neueste Obsession des amerikanischen Präsidenten: Die Größe des sogenannten Reflecting Pool am Lincoln-Denkmal auf der National Mall in der Washingtoner Innenstadt. Ohne den Zusammenhang zu erklären, zeigte der amerikanische Präsident schon am Mittwoch eine Schautafel im Oval Office, die die Länge des Wasserbeckens mit der Höhe verschiedener Hochhäuser in New York und Chicago vergleicht. Nun verbreitet er das Bild auch auf seiner Plattform Truth Social. Darüber steht: „Unser Pool ist größer als Hochhäuser.“ Dem hätten per se vermutlich nur wenige widersprochen. Das Wasserbecken ist knapp 620 Meter lang, das World Trade Center dagegen nur gut 540 Meter hoch. Legte man ein Hochhaus neben den Pool, wären auf der ganzen Welt nur wenige länger, das Burj Khalifa in Dubai etwa mit knapp 830 Metern. Der „Reflecting Pool“, in dem sich das Lincoln Memorial und das Washington Monument spiegeln, wurde am Donnerstag wieder mit Wasser befüllt, nachdem Trump eine Renovierung des Wasserbeckens mit „amerikablauer“ Farbe angewiesen hatte. Dieser Schritt wurde von Demokraten und Stadtplanern heftig kritisiert; Kritikern befürchteten nach dem Anstrich des traditionell grauen Bodens einen „Schwimmbadeffekt“.Bolton will sich in Dokumentenaffäre offenbar schuldig bekennenDer frühere Nationale Sicherheitsberater John Bolton hat im Fall des angeblich unsachgemäßen Umgangs mit Geheiminformationen offenbar einen Vergleich mit dem Justizministerium erzielt. Amerikanische Medien berichteten am Donnerstag übereinstimmend, Bolton werde sich des Vorwurfs der illegalen Aufbewahrung von Verschlusssachen schuldig bekennen. Außerdem soll er sich laut dem Sender CNN bereit erklärt haben, mehr als zwei Millionen Dollar Strafe zu zahlen. Eine Verurteilung in dieser Sache könnte mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren geahndet werden. Wäre Bolton jedoch in allen 18 Anklagepunkten schuldig gesprochen worden, hätte dies auf eine Haftstrafe von mehreren Jahrzehnten hinauslaufen können. Das Justizministerium hat eine Stellungnahme zu dem Fall bislang abgelehnt und auf eine für den 26. Juni angesetzte Anhörung verwiesen. Die Ermittlungen gegen den häufigen Trump-Kritiker Bolton begannen 2020, wurden nach einer Pause jedoch auch unter der Regierung Joe Bidens fortgeführt. In der Anklage von Oktober 2025 wird dem früheren Sicherheitsberater vorgeworfen, über seine private E-Mail-Adresse und Messaging-Apps mehr als tausend Seiten Notizen mit seiner Frau und seiner Tochter geteilt zu haben. Diese Dokumente sollen Informationen der nationalen Sicherheit enthalten haben.Fabian DrahmouneTrumps will seinen Ex-Verteidiger Blanche dauerhaft zum Justizminister ernennenUS-Präsident Donald Trump will seinen früheren persönlichen Anwalt und jetzigen Interimsjustizminister Todd Blanche dauerhaft zum Ressortchef machen. Er werde die formelle Nominierung am Donnerstag auf den Weg bringen, sagt Trump in einem vom stellvertretenden Stabschef im Weißen Haus, Dan Scavino, auf der Plattform X veröffentlichten Video. Der US-Senat, in dem Trumps Republikaner die Mehrheit haben, muss die Personalie bestätigen. Dabei könnte es auch Widerstand in den Reihen der Partei des Präsidenten geben.Anfang April hatte Todd Blanche das Amt nach der Absetzung der Justizministerin und Trump-Vertrauten Pam Bondi kommissarisch übernommen. Als Gründe für die Entlassung gelten Bondis Führungsstil und ihr Umgang mit den Akten zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Hanna MasaTrump will zum G-7-Gipfel nach Frankreich reisenUS-Präsident Donald Trump hat offiziell seine Teilnahme am G-7-Gipfel in Frankreich Mitte Juni angekündigt. Unmittelbar im Anschluss an ein Festival mit martialischen Käfigkämpfen am Weißen Haus an Trumps 80. Geburtstag (14. Juni) werde er nach Frankreich reisen, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Im französischen Kurort Évian am Genfer See kommt die Gruppe führender demokratischer Wirtschaftsmächte, zu der die USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada und Japan sowie die Europäische Union gehören, vom 15. bis zum 17. Juni zusammen. Im vergangenen Jahr hatte Kanada den Gipfel ausgerichtet.Hanna MasaFed-Konjunkturbericht: Hohe Energiepreise belasten US-WirtschaftDie US-Wirtschaftsaktivität hat in den vergangenen Wochen leicht zugenommen, leidet jedoch unter den gestiegenen Energiepreisen infolge des Iran-Krieges. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht „Beige Book“ der US-Notenbank Fed hervor. Die Beschäftigung habe sich demnach kaum verändert. Die mit dem Konflikt verbundenen Energiekosten seien der Haupttreiber für den Inflationsdruck, hieß es in dem Bericht. Dies wirke sich auf Bereiche wie Verkehr, Verpackungen, Lebensmittel und Düngemittel aus. Die Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate blieben aufgrund der hohen Unsicherheit und Anzeichen für sinkende Konsumausgaben verhalten.Der Bericht erscheint zwei Wochen vor der ersten Zinssitzung unter der Leitung des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh. Er hatte das Amt Ende Mai von Jerome Powell übernommen. Innerhalb der Notenbank wachsen angesichts der jüngsten Preisentwicklung die Zweifel an baldigen Zinssenkungen. Die Inflation war im April auf 3,8 Prozent gestiegen und liegt damit deutlich über dem Zielwert der Fed von zwei Prozent. Zuletzt mehrten sich unter den Währungshütern die Stimmen, den Leitzins für längere Zeit auf dem aktuellen Niveau von 3,50 bis 3,75 Prozent zu belassen oder ihn sogar anzuheben. US-Präsident Donald Trump hatte Warsh mit der ausdrücklichen Erwartung ernannt, die Zinsen zu senken, hatte dies angesichts der gestiegenen Benzinpreise jedoch vorerst zurückgestellt.Hanna MasaUS-Außenminister: „wahrscheinlich das wichtigste Treffen in der Geschichte der NATO“ US-Präsident Donald Trump wird nach Angaben von Außenminister Marco Rubio am nächsten NATO-Gipfel im Juli in der Türkei teilnehmen. „Ich denke, das nächste Treffen zwischen der NATO und der Türkei im Juli ist wahrscheinlich das wichtigste Treffen in der Geschichte der NATO, denn es gibt hier einige Dinge, die geklärt und geregelt werden müssen“, sagt Rubio vor Abgeordneten. „Der Präsident selbst wird daran teilnehmen“, fügt er hinzu.Trump-Kandidat verliert Gouverneursvorwahl in IowaEin von US-Präsident Donald Trump unterstützter Kandidat hat die republikanische Vorwahl für das Gouverneursamt im Bundesstaat Iowa verloren. Nach ersten offiziellen Ergebnissen unterlag der Kongressabgeordnete Randy Feenstra bei der Abstimmung am Dienstag dem Geschäftsmann Zach Lahn mit weniger als einem Prozentpunkt Rückstand.Trump hatte Feenstra wenige Tage vor der Wahl seine „vollständige und uneingeschränkte Unterstützung“ ausgesprochen. Vor Feenstras Niederlage hatte sich der US-Präsident noch damit gebrüstet, dass alle von ihm unterstützten Kandidaten in diesem Jahr bislang erfolgreich gewesen seien.Auch die Demokraten bestimmten in Iowa am Dienstag ihre Kandidaten für die Wahl im November. Der bisherige Finanzkontrolleur des Bundesstaates, Rob Sand, tritt dann gegen den Republikaner Lahn an. Der paralympische Basketballmeister Josh Turek fordert bei der Wahl zum US-Senat die von Trump unterstützte Abgeordnete Ashley Hinson heraus.Trump unterstützt rechten Kandidaten in KolumbienNach seinem Überraschungserfolg im ersten Wahlgang der Präsidentschaftswahlen in Kolumbien hat der rechte Kandidat Abelardo de la Espriella die Unterstützung von US-Präsident Donald Trump erhalten. Am Dienstagabend (Ortszeit) sprach Trump auf seiner Plattform „Truth Social“ eine „vollständige und totale Wahlempfehlung für de la Espriella„ aus. Als Präsident wäre dieser „außerordentlich erfolgreich“, erklärte Trump, „Recht und Ordnung wiederherzustellen“.Der Ausgang der Stichwahl am 21. Juni sei „sehr wichtig für die Zukunft Kolumbiens und seine Beziehung zu den Vereinigten Staaten“, schrieb Trump weiter. De la Espriellas Gegenkandidaten Iván Cepeda nannte er einen „radikalen linken Marxisten“. Bei der Wahl am Sonntag hatte de la Espriella 43,7 Prozent der Stimmen erzielt, der linksgerichtete Cepeda, der auch von Grünen und Liberalen unterstützt wird, 40,9 Prozent.Der amtierende Präsident Gustavo Petro kritisierte die Äußerungen Trumps auf X: „Wenn sich ein Land in die Angelegenheiten eines anderen Landes einmischt, stirbt die Freiheit“, erklärte er. Kolumbien müsse „in voller Freiheit abstimmen“, damit das Land „keine Kolonie von niemandem“ werde. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Liveticker USA unter Trump: Pentagon stellt verurteilten Kapitolstürmer ein | FAZ
Pressesprecher nennt Regierungsmitarbeiter eine qualifizierte, patriotische junge Fachkraft +++ Berichte: Bolton will sich in Dokumentenaffäre schuldig bekennen +++ Rubio: Trump nimmt an nächstem NATO-Gipfel teil +++ alle Neuigkeiten im Liveblog






