Henkel-Chef Carsten Knobel, 57, trinkt bei Besprechungen gerne Tee. Jetzt steht in der Düsseldorfer Firmenzentrale eine große Tasse mit der Aufschrift Henkel vor ihm, außerdem eine Flasche Vitaminsaft. Der Betriebswirt und Chemiker arbeitet seit 31 Jahren bei dem Dax-Mitglied mit 47 000 Beschäftigten. 2020 wurde er Vorstandsvorsitzender. Das Unternehmen erzielt die Hälfte seines Umsatzes mit bekannten Marken wie Persil, Pril oder Schwarzkopf. Die andere Hälfte steuert die Klebstoffsparte bei, die vor allem die Industrie beliefert. Henkel-Kleber wird etwa in Handys oder Autos verwendet, der Konzern sieht sich hier als Weltmarktführer. Direkt nach dem Gespräch trifft sich Knobel, der jetzt auch Aufsichtsrat bei der Deutschen Bank ist, mit Aufsichtsratschefin Simone Bagel-Trah, einer Ur-Urenkelin des Gründers Fritz Henkel.