Andy Roddick, 43, beschimpfte sich selbst mit deftigen Worten. In seinem eigenen Podcast, einem der besten in der Tenniswelt, sagte er am Dienstag über sich selbst, vor Tausenden Hörern: „Ich bin so ein A...!“ Der US-Open-Sieger von 2003 konnte es nicht fassen, dass er den tschechischen Profi Jakub Mensik viel zu lange ignoriert habe. Er habe wie die meisten Tennisbeobachter fast ausschließlich auf andere Jungprofis geblickt, etwa auf den Brasilianer João Fonseca, 19, dem überall, wo er spielt, die Menge wild zujubelt. Mensik? „Wir reden viel zu wenig über ihn. Dieser Kerl ist fuckin’ gut“, sagte Roddick. Und weiter: „Mensik ist nicht superdramatisch. Ich habe ihn deshalb auch nicht dauernd auf dem Schirm. Er hat keine verrückte Fanbasis, die ihm überallhin folgt.“ Für ihn stehe fest: „Dieser Typ ist echt. Er ist 20. Er ist ein Prototyp. Er ist 1,96 Meter groß, er feuert Bomben ab, links und rechts. Der Unterschied ist: Er ist ruhiger.“ Ruhiger als Fonseca allemal, der mit dem Publikum spielt. Und weil Roddick so schön in Fahrt war, gab er zu: „Wir haben doch erst zum Navone-Match geschaut, als er am Boden lag.“ Er schien richtige Schuldgefühle zu haben.
Zverevs nächster Gegner: Jakub Mensik, fähigster Leidensmann der French Open
Jakub Mensik, nächster Gegner von Alexander Zverev, ist der unterschätzte Top-Spieler bei den French Open in Paris.












