In einer Woche beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft, und sie ist nicht nur in sportlicher, sondern auch politischer Hinsicht eines der wichtigsten Ereignisse des Jahres. Donald und „Johnny“, Trump und sein Duz- und Weltfriedens-Trophäen-Freund Infantino, werden dieses Ereignis, wie im Vorfeld schon vielfach vorgeführt, nutzen, um sich selbst zu inszenieren und sich mit Politikern aus aller Welt zu treffen.Die SZ wird über diese Mega-Fußball-WM mit großer Mannschaft berichten, zwölf Reporter sind für uns in den USA, Mexiko und Kanada unterwegs, was angesichts der noch nie dagewesenen Zahl an Teams (48) und Spielen (104) und der großen Distanzen zwischen den Stadien (teils viele tausend Kilometer) dennoch heißt: Sie können nicht überall sein.Martin Schneider, der stellvertretende Leiter unserer Sportredaktion, ist am Dienstag als erster über den Atlantik geflogen, gleichzeitig mit der deutschen Nationalmannschaft, an deren Fersen er sich an Chicagos Strand geheftet hat. Ausgerechnet in der einstigen Heimatstadt von Barack Obama, den Trump so sehr verabscheut, absolviert das DFB-Team am Sonntag sein letztes Testspiel gegen einen der drei Gastgeber: die USA.Ein anderer Schneider aus dem SZ-Sport, Philipp Schneider, steigt heute ins Flugzeug und wird anschließend in Winston-Salem im US-Bundesstaat North Carolina das Team von Julian Nagelsmann begleiten. Der DFB hat sich dort für die nächsten Wochen in einem Anwesen einquartiert, welches an einen englischen Landsitz erinnert, nachzulesen in dieser Reportage unseres New Yorker Korrespondenten (und ehemaligen Sportredakteurs) Boris Herrmann. Der hat dort probegewohnt und meint, dieses Hotel sei „die zarteste Versuchung, seit es WM-Quartiere gibt“.Freuen Sie sich also in den nächsten gut sechs Wochen auf ganz viele Dramen auf und jenseits des Platzes, auf kundige Reportagen und kluge Analysen der Spiele, auf wunderbare Texte, die den SZ-Sport so einzigartig machen in der deutschen Medienwelt, und auf einen Live-Ticker, der ihnen auf der Website nicht nur News, sondern Orientierung, Hintergründe und Einordnung im SZ-Stil bieten wird.Ehe aber das WM-Spektakel losgeht, hat Philipp Schneider, der nicht nur DFB-, sondern auch 1860-Experte ist, gemeinsam mit seinen Kollegen Markus Schäflein und Christoph Leischwitz noch über ein anderes Drama berichtet: den Zwangsabstieg des TSV 1860 München (der dritte nach 1982 und 2017). „Einmal Pein, immer Pein“, kommentiert SZ-Redakteur Sebastian Beck.Und falls Sie sich nicht für den Fußball interessieren? Und sich fragen, was die SZ in den nächsten Wochen zu bieten hat? Eine ganze Menge! Heute habe ich für Sie als Leseempfehlung diesen Text von Sonja Zekri. Sie schreibt über „Heimweh nach Mutti-Land“ und erklärt, warum sich so viele junge Menschen in Deutschland gerade Altkanzlerin Angela Merkel zurückwünschen.Was heute wichtig istSelenskij schlägt Putin Treffen vor. In einem offenen Brief fordert der ukrainische Präsident Selenskij Kreml-Chef Putin dazu auf, den Krieg durch direkte Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland zu beenden. Dafür schlägt er ein Treffen auf neutralem Grund vor. Die Mehrheit der Russen sei bereit für Frieden. Sollte Putin es anders sehen, sei die Ukraine bereit, weiter um ihre Existenz zu kämpfen. Zum Liveblog zum Krieg in der Ukraine„Maybrit Illner“: Eine Fernsehbühne für Putin-PropagandaWirtschaftsforum in St. Petersburg: Wie ukrainische Drohnen Putins Erfolgserzählung störenErneut israelische Luftangriffe in Libanon. Zwar wurde eine erneute Waffenruhe vereinbart, doch sie wird nicht eingehalten: Die Kämpfe zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz dauern an. Die Miliz lehnt die Waffenruhe ab, sie war an den Gesprächen in Washington nicht beteiligt. Israel hatte die Miliz Berichten zufolge weiter angegriffen. Zum Liveblog zum Krieg in NahostReaktion auf Iran-Krieg: EU-Kommission rüffelt Deutschland wegen des TankrabattsWadephul lehnt Kürzung deutscher UN-Beiträge ab. Der Außenminister spricht sich dafür aus, dass Deutschland trotz der missglückten Bewerbung für den Sicherheitsrat „genauso engagiert“ bleibt wie bisher.. Zum Liveblog zur BundespolitikAußenminister Wadephul in New York: Der Blick in den diplomatischen AbgrundSo könnte die Reform des Ehegattensplittings aussehen. Bei der Frage, wie Ehepaare besteuert werden sollten, prallen regelmäßig unterschiedliche ideologische Vorstellungen aufeinander. Nun zeigen drei Top-Ökonominnen einen Ausweg auf: Die Ehe soll weiterhin besonders berücksichtigt werden, wie es das Grundgesetz vorsieht. Doch Familien mit Kindern und Alleinerziehende würden stärker entlastet. Zum ArtikelWirtschaftsausblick: OECD rät zur Abschaffung von Tankrabatt und EhegattensplittingMEINUNG Ehegattensplitting: Drei Professorinnen zeigen der Koalition, wie’s gehtUSA verhängen Sanktionen gegen Kubas Präsidenten. Nach Angaben des US-Finanzministeriums wurde Miguel Díaz-Canel auf eine zentrale Liste gesetzt, womit unter anderem Vermögenswerte eingefroren werden können. Damit erhöhen die USA den Druck auf die Regierung in Havanna. US-Präsident Trump hatte immer wieder eine mögliche „Übernahme“ des Landes ins Spiel gebracht. Zum Liveblog zur US-PolitikWeitere wichtige ThemenZweitwohnsitzsteuer: Welche Auswirkungen die Ermittlungen gegen Grünen-Chef Banaszak haben könnteMordfall: Wie der 8-jährige Fabian starbDie Fachbriefings von SZ Dossier – mit SZ Pro-AboDossier Digitalwende: Telekommunikationsbranche plant Milliardeninvestitionen. Bund, Länder, Kommunen und die Telekommunikationsbranche haben eine Absichtserklärung zum beschleunigten Netzausbau finalisiert. Dem Dokument zufolge, das SZ Dossier vorab vorliegt, planen die beteiligten Unternehmen für die kommenden Jahre Milliardeninvestitionen in Glasfaser und Mobilfunk. Auch wichtig: Mit einem digitalen „Pflegecockpit“ sollen Pflegebedürftige wichtige Informationen künftig an einen Ort finden. Zum BriefingDossier Geoökonomie: Umgang mit Trump – Subnationale Diplomatie ist das Gebot der Stunde. Donald Trump erschüttert die transatlantischen Beziehungen, doch Europa will den langjährigen Partner USA nicht aufgeben. Auf beiden Seiten wird die zweite Reihe wichtiger: Bundesländer und Bundesstaaten, Städte und Unternehmen springen ein, wenn Berlin und Washington nicht weiterkommen. Zum Briefing