EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen stellte am Mittwoch in Brüssel den Chips Act 2.0 als Teil eines neuen Tech-Sovereignty-Pakets vor. Zur gleichen Stunde übergab SachsenEnergie-Vorstand Frank Brinkmann am Bootssteg des Dresdner Ruderclubs nahe der Flügelwegbrücke symbolisch die Spaten für Dresdens erstes Flusswasserwerk. „Europa muss bei zentralen Technologien unabhängiger werden“, sagte Heinrich Hünting vom sächsischen Wirtschaftsministerium beim Spatenstich. Die EU schafft den Rechtsrahmen, Sachsen die Infrastruktur: Ab Ende 2030 soll die Anlage die Halbleiterindustrie im Dresdner Norden mit aufbereitetem Elbwasser versorgen. Generalübernehmer ist Motive Infrastructure (Hochtief).
Das Projekt ist das Kernstück eines Industriewassersystems, in das SachsenEnergie über 300 Millionen Euro investiert. Das Flusswasserwerk allein kostet rund 247 Millionen Euro. „Dieses Flusswasserwerk ist sehr zeitkritisch und absolut essenziell“, sagte Brinkmann. Mit Hochtief habe man einen Partner gefunden, der Erfahrung mit zeitkritischen Großprojekten mitbringe.
Warum Dresden ein eigenes Industriewasser braucht
Unweit der Flügelwegbrücke: Hier wird das neue Flusswasserwerk entstehen und die Versorgung der Industrie vom Trinkwassersystem unabhängig machen







