Eines muss man Maybrit Illner lassen: Beweisführung kann sie. Am Donnerstagabend funktionierte das so: Sie ließ Klaus von Dohnanyi in ihrer Sendung auftreten, einen 97-jährigen früheren SPD-Bürgermeister aus Hamburg, dessen politische Karriere schon in den 90er-Jahren vorbei war, und der zu Russland ungefähr so argumentiert wie Sahra Wagenknecht. Ihn ließ Illner Wladimir Putins Aggression gegen die Ukraine als vom Westen mitverursacht darstellen und zeigte dem ZDF-Publikum damit einmal wieder, wie die russische Propaganda noch immer den deutschen Diskurs vergiftet.
Klaus von Dohnanyi bei Maybrit Illner: Eine Fernsehbühne für Putin-Propaganda
Maybrit Illner will ausloten, ob die Europäer jetzt endlich die Chance haben, auf Frieden in der Ukraine hinzuwirken. Doch dann lässt sie den 97-jährigen Klaus von Dohnanyi widerlegten Unsinn erzählen.







