Beamte von Zoll und Polizei haben in Kreuzberg eine Großküche durchsucht. Dort haben Menschen aus Indien nicht nur gekocht, sondern auch unter unzumutbaren Bedingungen gewohnt. Hintergrund der Durchsuchung ist ein seit Juni 2023 laufendes Ermittlungsverfahren wegen Menschenhandels zum Zweck der Ausbeutung, das die Staatsanwaltschaft Berlin führt.Acht Beschuldigte im Alter von 36 bis 66 Jahren stehen im Verdacht, seit mindestens 2021 indische Spezialitätenköche angeworben und diese nach ihrer Einreise nach Deutschland über Jahre hinweg ausgebeutet zu haben.

Gemüsebällchen mit Hühnerkeule: Die Lebensmittel waren nicht abgedeckt, sodass die Hühnerkeule Gefrierbrand hat. Die Bällchen sind verschmutzt. Alles wird entsorgt.

© Polizei Berlin

Die Ermittlungen des Landeskriminalamtes und des Hauptzollamtes ergaben, dass den Betroffenen nach ihrer Ankunft teilweise die Ausweise abgenommen wurden, um Abhängigkeiten zu schaffen. Zudem sollen sie in Berliner Restaurants regelmäßig über die vereinbarte Arbeitszeit hinaus bis zu 13 Stunden täglich gearbeitet haben. Der Lohn, den sie bekamen, lag den Ermittlungen zufolge teilweise bis zu 75 Prozent unter dem gesetzlichen Mindestlohn. In einzelnen Fällen blieben Lohnzahlungen ganz aus.