Eine umfangreiche Analyse mit einem Radioteleskopverbund hat bei dem interstellaren Kometen 3I/ATLAS „wie erwartet“ keinen Hinweis auf außerirdische Technologie gefunden. Das hat das SETI-Institut jetzt öffentlich gemacht, dessen Allen Telescope Array für die Untersuchung genutzt wurde. Damit sei der Himmelskörper auf einem breiten Frequenzbereich von 1 bis 9 GHz nach sogenannten Technosignaturen durchsucht worden. Insgesamt habe man nach über sieben Stunden aus 74 Millionen Signalen rund 200 Kandidaten für möglicherweise interessante gefunden, die manuell geprüft wurden. Alle konnten aber auf Technik von Menschen zurückgeführt werden, eine mögliche Spur von Außerirdischen war nicht dabei.

Keine Überraschung, trotzdem wichtig

Daran, dass 3I/ATLAS natürlichen Ursprungs ist, gab es keinen Zweifel. Trotzdem hat die Analyse die Forschung vorangebracht. So könne man jetzt besser einschätzen, wie realistisch es mit unserer Technik überhaupt ist, auf einem Objekt wie 3I/ATLAS außerirdische Technik zu finden, wenn es diese geben würde, meint das Team. Nach der Untersuchung könne man jetzt ausschließen, dass von dem Kometen ein Signal gesendet wird, das in den untersuchten Frequenzen stärker als 10 bis 100 Watt ist. Das entspricht der Leistung eines Haushaltsgeräts, ordnet die Gruppe ein. Gleichzeitig habe man bewiesen, wie schnell die Forschungsgemeinde sein kann: Die Beobachtungen hätten weniger als einen Tag nach der Entdeckung des Objekts begonnen.