PfadnavigationHomeSportFußballArtikeltyp:LivetickerWM 2026Das deutsche Team könnte eine Rekord-Prämie einstreichen. Aber die US-Steuer steht im WegStand: 09:32 UhrLesedauer: 6 MinutenDas ist das Quartier des DFB-Teams bei der WM: Kurze Wege, moderne Trainingsplätze und Rückzugsorte sollen optimale Bedingungen für ein erfolgreiches Turnier schaffen. „Das ist uns mit diesem Base-Camp geglückt“, sagt Bundestrainer Julian Nagelsmann.Spieler der deutschen Nationalmannschaft verhandeln in den USA über die Erfolgsprämie für diese WM. Es hakt an einigen Stellen. Außerdem: Die Einreise des iranischen Teams in die USA ist weiter ungewiss. Alle News im WM-Ticker.Am 11. Juni beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Die 48 Mannschaften bereiten sich nun vor, etliche Testspiele stehen an. Bleiben Sie hier auf dem Laufenden über alles Wichtige rund um das Turnier und die deutsche Nationalmannschaft.Donnerstag, 7.43 Uhr – Wo es bei den Verhandlungen des DFB-Teams noch haktWie auch in den Vorjahren gab es in den vergangenen Wochen bei der deutschen Nationalmannschaft Gesprächsrunden über mögliche WM-Prämien. Am Verhandlungstisch: DFB-Kapitän Joshua Kimmich, Mannschaftsrat Jonathan Tah (30) stellvertretend für das Team sowie Geschäftsführer Andreas Rettig für den Verband. Nach Informationen der „Bild“ wurde nun eine Rekord-Prämie von rund 500.000 Dollar (etwa 430.000 Euro) im Falle eines WM-Siegs ausgehandelt. Zum Vergleich: Vor vier Jahren in Katar hätte jeder DFB-Spieler im Falle eines WM-Siegs 400.000 Euro kassiert.Allerdings: Die Summe unterliegt leichten Schwankungen und steht deshalb noch nicht final fest. Deshalb gab es zu Wochenbeginn eine Verhandlungsrunde während des DFB-Aufenthaltes in Frankfurt. Hintergrund: Anders als bei der WM 2022 in Katar gewährt die USA als Co-Gastgeber keine Steuerfreiheit für die Prämien. Ein weiteres Problem: Jeder US-Bundesstaat hat eigene und unterschiedliche Steuersätze – je nachdem, wo gespielt wird. Außerdem entscheidend für die komplette Höhe der Prämie: Der Dollar-Wechselkurs spielt eine Rolle, je nachdem, wann die Prämie ausgezahlt wird. Eine mögliche Idee ist, vorab zu einem bestimmten Zeitpunkt einen Kurs festzulegen, der verbindlich gilt. Diese Dinge gilt es nun noch zu klären.Dem DFB ist zudem wichtig, die Prämienregelung leistungsbezogener zu gestalten. Bedeutet konkret: Für den Titel gäbe es jetzt deutlich mehr als bei der vergangenen WM in Katar mit 400 000 Euro – dafür würden die Spieler für ein schlechteres Abschneiden deutlich weniger bis gar nichts kassieren.Mittwoch, 18 Uhr – Deutschland ist zwar Favorit, aber insgesamt herrscht wenig InteresseDie Vorfreude auf die am 11. Juni beginnende Weltmeisterschaft hält sich hierzulande noch in Grenzen. Im Deutschlandtrend von Infratest Dimap im Auftrag von ARD-„Tagesthemen“ und WELT antworten auf die Frage, wie stark man sich für die WM interessiere, nur zehn Prozent mit sehr stark. 22 Prozent geben an, stark interessiert zu sein, 30 weniger stark und 37 Prozent gar nicht.Immerhin aber kann die von Julian Nagelsmann trainierte Nationalmannschaft punkten. Auf die Frage nach dem kommenden Titelträger geben 20 Prozent Deutschland an. Einen besseren Wert erreicht keine andere Nation in der Umfrage. Auf den weiteren Plätzen folgen Frankreich (15%), Spanien (12%) und Brasilien (fünf Prozent).Mittwoch, 15.24 Uhr – Ungewissheit ist steter Begleiter des iranischen TeamsWeniger als zwei Wochen vor ihrem ersten geplanten Spiel bei der Weltmeisterschaft hat die iranische Mannschaft ihre Visa für Mexiko erhalten. Die Visa seien „innerhalb von 48 Stunden“ ausgestellt worden, ohne dass die Spieler in der mexikanischen Botschaft erscheinen und dort ihre Fingerabdrücke hätten hinterlassen mussten, erklärte am Mittwoch der iranische Botschafter in Ankara, Mohammad Hassan Habibollahsade. Das iranische Team hält sich derzeit in der Türkei auf. Visa für die USA und Kanada, die beiden anderen Gastgeberländer der am 11. Juni beginnenden WM, hat die iranische Mannschaft aber noch nicht erhalten. Dies hat das iranische Team bereits dazu gezwungen, ihr WM-Quartier vom ursprünglich geplanten Ort in Tucson im US-Bundesstaat Arizona in die mexikanische Grenzstadt Tijuana zu verlegen. Die mit dem Iran-Krieg zusammenhängenden Ungewissheiten erschweren die Vorbereitungen des iranischen Teams auf das Turnier. Lesen Sie auchDas erste WM-Spiel des Iran soll am 15. Juni in Los Angeles gegen Neuseeland ausgetragen werden. Auch die anderen beiden Gruppenspiele des Iran sollen in den USA stattfinden: am 21. Juni ebenfalls in Los Angeles gegen Belgien und am 26. Juni in Seattle gegen Ägypten.Mittwoch, 12.13 Uhr – Gegner der DR Kongo zu Konzessionen bereitNach der Spielabsage in Spanien aufgrund des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo hofft der kongolesische Fußballverband auf eine schnelle Lösung. Die Nationalmannschaft sollte am 9. Juni in der La Línea de la Concepción in der Provinz Cádiz zu einem WM-Testspiel gegen Chile antreten. Doch der Bürgermeister der Stadt, Juan Franco, sagte die Partie aufgrund von Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit dem Ausbruch der tödlichen Viruskrankheit in dem zentralafrikanischen Land ab. Der kongolesische Fußballverband versicherte daraufhin in einer Mitteilung, alle notwendigen Maßnahmen seien ergriffen worden, um die Einhaltung der für das Spiel geltenden gesundheitlichen, sportlichen und behördlichen Auflagen zu gewährleisten. „Die kongolesische Delegation hält sich weiterhin strikt an die geltenden internationalen Protokolle“, hieß es. Der Gegner ist auch zu Konzessionen bereit. „Wir stehen im Gespräch mit dem kongolesischen Fußballverband, dem Veranstalter des Spiels und dem Stadionbetreiber, damit das Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden kann“, sagte Felipe Correa, Manager der chilenischen Nationalmannschaft, laut spanischen Medien.Mittwoch, 7.47 Uhr – Keine Nachtschicht für die WMDie aus deutscher Sicht sehr späten Anstoßzeiten einiger WM-Partien sind für viele Fußballfans hierzulande ein Grund, die Spiele nicht zu sehen. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Lieferplattform Wolt gaben 41 Prozent der Befragten an, dass es unwahrscheinlich (16 Prozent) oder sehr unwahrscheinlich (25 Prozent) sei, dass sie für WM-Spiele in Randzeiten länger wachbleiben oder früher aufstehen. 37 Prozent wollen grundsätzlich aber auch solche Spiele verfolgen.Bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko werden einige Spiele wegen der Zeitverschiebung in Deutschland zu ungewöhnlichen Zeiten zu sehen sein, beispielsweise um 0 Uhr, 3 Uhr oder sogar 6 Uhr. Die Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft werden allerdings schon um 19 Uhr (gegen Curaçao) und zweimal um 22 Uhr (gegen die Elfenbeinküste und Ecuador) angestoßen.Mittwoch, 6.03 Uhr – Deutsches Team hinter verschlossenen TürenJulian Nagelsmann hat keine Zeit für einen Jetlag. Der Bundestrainer macht am Tag nach der Ankunft in Chicago sofort weiter mit der Vorbereitung der Nationalmannschaft – und zwar hinter geschlossenen Türen. Zuschauen ist jetzt nicht mehr erlaubt. Für den späten Vormittag Ortszeit – 18.00 Uhr in Deutschland – hat Nagelsmann die erste Übungseinheit für Kapitän Joshua Kimmich und dessen Kollegen angesetzt. Auf dem Gelände des Klubs Chicago Fire aus der Major League Soccer trainiert die DFB-Elf für die WM-Generalprobe an diesem Samstag (20.30 Uhr, im Sport-Ticker der WELT) gegen Co-Gastgeber USA. Torwart-Rückkehrer Manuel Neuer arbeitet weiter daran, für das dann vorgesehene Länderspiel-Comeback fit zu werden. Ob der 40-Jährige gegen das US-Team tatsächlich erstmals seit zwei Jahren wieder im DFB-Tor stehen wird, muss noch entschieden werden. Nagelsmann hatte angekündigt, in Chicago ein Update zu Neuers Wadenverletzung zu geben. Wenn Sie hier klicken, können Sie sich den Gruppenspielplan der WM als PDF herunterladen. step/pk/lwö/SUF/mel