EU bereitet Beitrittsgespräche mit Ukraine und Moldau vorDie Ukraine und Moldau können nach einer zweijährigen Hängepartie auf den offiziellen Beginn der Verhandlungen über einen EU-Beitritt hoffen. Wie die derzeitige zyprische EU-Ratspräsidentschaft am Abend mitteilte, wurden die Vorbereitungen für die formelle Eröffnung des ersten Verhandlungsabschnitts eingeleitet. Im Idealfall sollen die Gespräche bereits am 15. Juni am Rande eines EU-Ministertreffens in Luxemburg gestartet werden können.Die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau waren eigentlich bereits im Juni 2024 eröffnet worden. Die Eröffnung des ersten Verhandlungsabschnitts mit der Ukraine wurde dann allerdings von Ungarn mit einem Veto blockiert. Erst nach der Abwahl des langjährigen ungarischen Regierungschefs Viktor Orban im April kam wieder Bewegung in den Prozess.Magyar: Ungarn einigt sich mit Ukraine in MinderheitenfrageUngarn und die Ukraine haben sich laut Angaben der Regierung in Budapest auf ein Abkommen zu den Rechten der ungarischen Minderheit in der Ukraine geeinigt. Der Schritt ist für Kiew auch wichtig für die Bemühungen um einen EU-Beitritt. Ungarns Ministerpräsident Peter Magyar, der erst seit 9. Mai Regierungschef ist, hatte die Regelung der Minderheitenrechte im östlichen Nachbarstaat zur Bedingung dafür gemacht, dass sein Land dem Beginn von EU-Beitrittsgesprächen mit der von Russland angegriffenen Ukraine zustimmt. Magyar erklärte auf der Plattform X, nach dreiwöchigen Verhandlungen mit der Ukraine habe sein Team erreicht, was sein Vorgänger Viktor Orban in einem Jahrzehnt nicht geschafft habe. Das umfassende Abkommen verbessere die Bildungschancen sowie sprachliche, kulturelle und politische Rechte der mehr als 100 000 Mitglieder der ungarischen Minderheit in der westukrainischen Region Transkarpatien, schrieb er. Die Ukraine habe sich verpflichtet, die Änderungen in naher Zukunft rechtlich umzusetzen. Diese Zusage werde auch im ukrainischen Aktionsplan für den Weg zu einem EU-Beitritt festgehalten.Magyars Vorgänger Orban galt als russlandfreundlich und blockierte immer wieder EU-Vorhaben zugunsten der Ukraine; die Beziehungen Ungarns zum Nachbarland erreichten einen Tiefpunkt.Drei Tote bei Angriff auf KramatorskBei einem russischen Angriff in der Stadt Kramatorsk im Osten der Ukraine sind mindestens drei Zivilisten ums Leben gekommen, wie Wadim Filaschkin, der Gouverneur der Region Donezk, auf Telegram schreibt. Die russischen Truppen hätten bei ihren Angriffen mehrere Wohngebäude getroffen. St. Petersburg meldet Drohnenalarm vor WirtschaftsforumHeute empfängt Russland Gäste aus aller Welt beim Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg. Auch deutsche Unternehmer und Politiker aus der AfD sollen kommen. Am Morgen vor Beginn des Wirtschaftsforums haben die Behörden der Stadt die Gäste und Einwohner vor ukrainischen Drohnenangriffen gewarnt.Es gebe einige Verletzte, teilte der St. Petersburger Gouverneur Alexander Beglow mit. Zudem seien einige Objekte beschädigt worden. Insgesamt meldet das russische Verteidigungsministerium am Morgen den Abschuss von 354 ukrainischen Drohnen, darunter auch in der Region um die Hauptstadt Moskau. Überprüfbar sind diese Angaben von unabhängiger Seite nicht.Inzwischen hat der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski ukrainische Drohnenangriffe auf den Hafen von St. Petersburg bestätigt. Getroffen worden sei neben dem Ölterminal auch ein militärisches Ziel im Stadtbezirk Kronstadt, wo die russische Kriegsflotte ihren Stützpunkt in der Ostsee hat.Nach ukrainischen Angriffen auf die russische Stadt St.Petersburg steigt Rauch auf.APTote in Donezk nach ukrainischem DrohnenangriffIn der von Russland annektierten Region Donezk sind nach Angaben der Besatzungsbehörden bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf einen Reisebus mindestens sieben Personen getötet worden. Es gebe auch elf Verletzte, teilt der Gouverneur mit. Es sei ein Bus angegriffen worden, der zwischen der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim und Moskau verkehre.Selenski warnt vor neuem massivem russischem AngriffDer ukrainische Präsident Wolodimir Selenski warnt erneut vor einer grossen Attacke. Noch in dieser Nacht könne es zu einem massiven Angriff kommen, sagte er unter Berufung auf Geheimdienstinformationen in seiner abendlichen Videobotschaft. Er wiederholte, dass der Ukraine die Waffen fehlten, um den anfliegenden russischen Raketen entgegenzuwirken. «Leider ermöglicht der derzeitige Stand der Ausrüstung unserer Luftabwehr nicht, einen nennenswerten Teil der Raketen abzufangen.»Die Uno hat derweil die russischen Angriffe scharf verurteilt. Generalsekretär Antonio Guterres rufe zu einer «sofortigen Deeskalation», die zu einem vollständigen, sofortigen und bedingungslosen Waffenstillstand führe, auf, sagte sein Sprecher Stephane Dujarric in New York.Opferzahlen nach russischem Angriff auf die Ukraine steigt auf 22Die Zahl der Todesopfer in der Ukraine nach einem russischen Drohnen- und Raketenangriff am frühen Morgen ist laut offiziellen Angaben auf 22 gestiegen. 130 Personen seien verletzt worden, teilen die Behörden mit.Die Opferzahlen in der Ukraine steigen weiterDie Zahl der zivilen Todesopfer in der Ukraine nach dem massiven russischen Angriff in der Nacht ist laut Behördenangaben auf achtzehn gestiegen. In Dnipro seien zuletzt die Leichen einer Frau und eines achtjährigen Knaben aus den Trümmern geborgen worden, schrieb der Militärgouverneur der Region Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram. Damit sind allein in Dnipro zwölf Tote zu beklagen, unter ihnen drei Kinder. 37 Personen wurden dort verletzt. Weitere Opfer werden unter den eingestürzten Häuserblöcken vermutet.Auch in der Hauptstadt Kiew steigt die Zahl der Toten. Ein Verletzter sei im Spital gestorben, teilte Bürgermeister Witali Klitschko mit. Später bezifferte er die Anzahl der Opfer in Kiew auf sechs Tote und 66 Verletzte.Die nächtlichen Angriffe mit Dutzenden Raketen und Hunderten Drohnen haben in Kiew auch dieses Autohaus getroffen.Sergei Dolschenko /EpaDie Zahl der Todesopfer bei den nächtlichen Luftangriffen steigt auf mindestens 13Bei einem der grössten Luftangriffe seit Beginn des Krieges sind laut Angaben von Behördenvertretern landesweit mindestens dreizehn Personen getötet und mehr als hundert weitere verletzt worden. Zahlreiche Menschen verloren ihr Zuhause.Eine Einwohnerin aus Dnipro am Dienstagmorgen.ReutersUkrainische Drohnen setzen südrussische Raffinerie in BrandUkrainische Drohnen haben in der Nacht die Raffinerie Ilski im Süden Russlands beschädigt. In der Raffinerie, rund 50 Kilometer von der Millionenstadt Krasnodar entfernt, sei ein Feuer nach dem Drohnenangriff ausgebrochen, teilte der Krisenstab der Region auf Telegram mit. Verletzte gebe es nicht, hiess es.Die Raffinerie ist eine der grössten Erdölverarbeitungsanlagen im Süden Russlands. Noch 2022 hatte die Raffinerie in Ilski laut Medienberichten eine Verarbeitungskapazität von 6,6 Millionen Tonnen Öl im Jahr. Seither wurde die Anlage mehrfach von ukrainischen Drohnen angegriffen und beschädigt.