Israelische Truppen an der Grenze zum Libanon (am Dienstag)

Ariel Schalit / AP / dpa

Israel und der Libanon haben sich nach Angaben des US-Außenministeriums auf einen Weg zur Umsetzung der bisher faktisch kaum wirksamen Waffenruhe geeinigt. Es sollten dabei sogenannte Pilotzonen unter »exklusiver Kontrolle« der libanesischen Armee geschaffen werden, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung . Zudem sollten in der Woche vom 22. Juni weitere direkte Gespräche geführt werden, um ein umfassendes Abkommen zu erzielen und weitere ‌offene Fragen zu klären.

Beide Seiten schränkten in ihrer Erklärung zugleich ein, dass die Umsetzung einer Waffenruhe »von einer vollständigen Einstellung der Angriffe der Hisbollah« auf Israel abhänge. Zudem müsse sich die Miliz aus dem Gebiet südlich des Litani-Flusses zurückziehen, also aus dem Gebiet nahe der Grenze zu Israel.

Eigentlich gilt im Libanon bereits seit Mitte April eine Feuerpause. Israel und die von Teheran unterstützte libanesische Hisbollah-Miliz greifen sich dennoch weiter an. Dabei sterben vor allem im Libanon immer wieder Menschen (mehr dazu, wie Israel den Südlibanon verwüstet, erfahren Sie hier ). Die libanesische Regierung ist selbst keine Kriegspartei – und hat auch nur begrenzt Einfluss auf die Hisbollah.