Gut drei Wochen nach dem Einsturz eines Hauses im sächsischen Görlitz mit drei Toten dauern die Ermittlungen zur Unglücksursache an. Kriminaltechniker und Sachverständige könnten nun ihre Arbeit am Einsturzort aufnehmen und Spuren sichern, teilte ein Polizeisprecher mit.

Bislang waren die kriminaltechnischen Untersuchungen wegen Einsturzgefahr unterbrochen. Eine Spezialfirma war damit beauftragt worden, die statischen Gegebenheiten vor Ort zu prüfen. Die Giebelwände hätten inzwischen gesichert werden können, hieß es von der Polizei.

Nun werde der Schutt nach und nach abgetragen und gesichert. Ein Sachverständigen-Gutachten sei in Auftrag gegeben worden und solle Klarheit über die Ursache des Einsturzes verschaffen. Nach eigenen Angaben haben die Stadtwerke zudem von der Polizei die Freigabe erhalten, die Gasversorgung für die Häuser zwischen Emmerich- und Schillerstraße wiederherzustellen.

Gasexplosion wird als Ursache vermutet

Bei dem Unglück am 18. Mai waren zwei Touristinnen aus Rumänien im Alter von 25 und 26 Jahren getötet worden. Zudem kam ein 48-jähriger Mann ums Leben, der aus Bulgarien stammte und auch die deutsche Staatsbürgerschaft besaß. Hunderte Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Polizei und Rettungshundestaffeln hatten tagelang nach den drei Vermissten gesucht. Als Ursache für den Hauseinsturz wird eine Gasexplosion vermutet.