Der Codehosting-Dienst GitLab entlässt 14 Prozent seiner Belegschaft, also rund 350 Angestellte. Das teilte das Unternehmen bei der Veröffentlichung seiner Quartalsbilanzen mit. Ebenfalls plant GitLab, sich aus 22 Ländern zurückzuziehen, um die „geografische Präsenz seiner Mitarbeiter“ um etwa 37 Prozent zu verringern. Dies sei Teil der strategischen Bemühungen, um sich auf die Zukunft der Software-Entwicklung auszurichten. Bei GitLab arbeiten derzeit noch rund 2600 Angestellte.

Die Entlassungen kommen nicht überraschend. CEO Bill Staples hatte bereits am 11. Mai angekündigt, dass die Belegschaft verkleinert werden soll. „Das Zeitalter der Agenten bietet GitLab die größte Chance in unserer Unternehmensgeschichte, und wir treffen die strukturellen und strategischen Entscheidungen, um diese Chance zu nutzen“, erklärte Staples.

Laut Staples' Blogbeitrag sollen unter anderem die Hierarchie-Ebenen abgeflacht werden. Bis zu drei Führungsebenen sollen wegfallen, damit die Führungskräfte näher ans Geschehen kommen. Ebenfalls soll die Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Unternehmens umgebaut werden in rund 60 kleinere Teams mit mehr Eigenverantwortung. Und nicht zuletzt sollen auch die internen Prozesse auf KI-Agenten hin umgestaltet werden. Überprüfungen, Genehmigungen und Übergaben will GitLab agentisch automatisieren, woraufhin die Aufgabenbereiche im Unternehmen angepasst werden sollen.