Google baut einen neuen Mechanismus in Android ein, der betrügerische Anrufe mit gefälschten Kontakten unterbinden soll. Betrugsversuche mit gefälschten Caller-IDs (der übertragenen Anrufer-Rufnummer) soll das eindämmen.
Diese „Fake Call Detection“ (Betrugsanruferkennung) stellt Google nun in einem Blogbeitrag vor. Das Szenario erklärt Google so: Die übertragene Rufnummer eines Anrufs entspricht der eines Kontaktes, etwa der von der eigenen Mutter. Auch die Stimme, die nach dem Rangehen ertönt, klingt echt – dennoch stammt der Anruf von Betrügern, die mittels KI die Stimme imitieren und beispielsweise nach Geld wegen einer Notfallsituation fragen. Wenn Anrufer und Angerufene Google-Smartphones nutzen, soll das Handy nun vor solchen gefälschten Identitäten warnen können. Die Funktion will Google standardmäßig scharfschalten. Der Mechanismus fußt auf der im Mai vorgestellten „Verified Financial Calls“-Funktion, die vor Betrugsversuchen mit gefälschten Kontakten von Finanzinstituten schützt.
Einfacher Mechanismus mit großer Wirkung
Jetzt erklärt Google zudem, wie der Mechanismus funktioniert. Es handele sich um eine Art digitales Händeschütteln zwischen den Geräten, erklären die Autoren des Beitrags. Sofern ein bekannter Kontakt anruft und beide Gegenstellen Google-Smartphones nutzen, senden die Geräte im Hintergrund ein Bestätigungssignal in Echtzeit. Das bestätigt, dass der Anruf legitim ist und tatsächlich vom Gerät des Kontakts ausgeht. Dieses digitale Händeschütteln basiert auf Ende-zu-Ende-verschlüsselten RCS-Nachrichten.










