PfadnavigationHomePolitikAuslandKrieg in Nahost„Welle iranischer Drohnen“ auf US-Stützpunkte im Golf abgewehrt – USA reagieren mit GegenschlägenStand: 05:22 UhrLesedauer: 3 MinutenArchivbild: Raketen- und Drohneneinheiten der iranischen Revolutionsgarden bei einer Militärübung im Persischen Golf und in der Straße von HormusQuelle: Sepahnews/ZUMA Press Wire/dpaIm Golfraum ist es erneut zu militärischen Spannungen gekommen: Das US-Militär meldet abgewehrte iranische Angriffe sowie eigene Gegenschläge auf Ziele nahe der Straße von Hormus.Das US-Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht einen iranischen Angriff auf die amerikanischen Streitkräfte im Golfstaat Kuwait abgewehrt. Eine „Welle iranischer Drohnen“ habe ihr Ziel verfehlt, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Die US-Luftverteidigung habe mehrere ballistische Raketen und Drohnen erfolgreich abgeschossen. Als Reaktion auf Irans Angriffe seien zudem „Selbstverteidigungsschläge“ auf eine iranische Militäreinrichtung auf der Insel Qeschm in der Straße von Hormus durchgeführt worden. Die Angaben des US-Militärs ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Unmittelbar zuvor hatten Kuwait und der Inselstaat Bahrain Angriffe mit Raketen und Drohnen gemeldet. Die beiden Staaten am Persischen Golf beherbergen wichtige US-Militärstützpunkte. Nach US-Angaben verfehlten die jüngsten Angriffe ihre Ziele, entweder weil Raketen nicht funktionierten oder weil sie von der Luftabwehr abgefangen wurden. Lesen Sie auchDas US-Militär teilte weiter mit, es seien drei vom Iran auf zivile Schiffe abgefeuerte Drohnen abgeschossen worden. Die Schiffe hätten sich rechtmäßig in den Gewässern der Region befunden. Das US-Militär stehe auch während der aktuellen Waffenruhe weiter bereit, iranische Aggressionen abzuwehren, erklärte Centcom. US-Angriff auf Öltanker als Anlass der jüngsten Angriffe?Der Grund für den jüngsten Schlagabtausch trotz Waffenruhe und laufender Verhandlungen für ein Kriegsende schien ein Einsatz des US-Militärs vom Dienstag gewesen zu sein. Das US-Militär hatte vor der für Irans Ölexport wichtigen Insel Kharg nach eigenen Angaben einen unbeladenen Öltanker angegriffen, der versucht haben soll, einen iranischen Hafen anzulaufen. Das Schiff sei mit einer Rakete außer Gefecht gesetzt worden. Die USA hatten am 13. April mit einer Blockade des gesamten Schiffsverkehrs begonnen, der in iranische Häfen ein- und ausläuft.Die Besatzung des unter der Flagge Botsuanas fahrenden Schiffes habe wiederholte Warnungen ignoriert und sei den Anweisungen der US-Streitkräfte über einen Zeitraum von 24 Stunden hinweg mehrfach nicht nachgekommen, hieß es weiter. Ein US-Flugzeug habe eine Rakete vom Typ Hellfire (Englisch für „Höllenfeuer“) in den Maschinenraum des Schiffes gefeuert und damit verhindert, dass der Tanker den Iran erreicht.Veröffentlicht wurde auch ein Video, dass das angegriffene Schiff zeigen soll. Darauf ist der Einschlag eines Geschosses in den Tanker zu sehen und danach aufsteigender Rauch. Laut Centcom haben US-Streitkräfte im Rahmen ihrer Blockade bislang sechs Handelsschiffe außer Gefecht gesetzt und 122 umgeleitet. Ein iranischer Militärsprecher bestätigte auf X Vergeltungsschläge durch die Revolutionsgarden, der Elitestreitmacht der Islamischen Republik. Man habe gewarnt, „dass jede Aggression eine andere und entschiedenere Reaktion nach sich ziehen würde, und wir haben diese auch umgesetzt. Diese Reaktionen sollten eine Lehre sein“, hieß es. Jede Bedrohung der Sicherheit der Straße von Hormus werde das US-Militär „teuer zu stehen kommen“, warnte der Militärsprecher.Seit dem Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hatte Teheran als Vergeltung für die Luftangriffe der USA und Israels auch Ziele in mehreren Golfstaaten ins Visier genommen. Zudem griffen pro-iranische Milizen „feindliche Stützpunkte“ in Ländern der Region an. Diese Attacken halten teilweise auch seit Inkrafttreten der derzeit geltenden Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA an.Stockende VerhandlungenDerzeit stocken die Verhandlungen zwischen Teheran und Washington zur Beendigung des Iran-Kriegs. Seit Anfang April gilt in dem Konflikt eine Waffenruhe. Während iranische Nachrichtenagenturen berichten, seit mehreren Tagen fänden keine Gespräche mehr zwischen Teheran und Washington statt, erklärte US-Präsident Donald Trump, die Verhandlungen dauerten an. Alle anderen Berichte dazu seien falsch und irreführend.AFP/dpa/luwi/ceb
„Welle iranischer Drohnen“ abgewehrt – USA reagieren mit Gegenschlägen - WELT
Im Golfraum ist es erneut zu militärischen Spannungen gekommen: Das US-Militär meldet abgewehrte iranische Angriffe sowie eigene Gegenschläge auf Ziele nahe der Straße von Hormus.
Iran feuerte Drohnen auf US-Basen in Kuwait ab; USA schlugen den Angriff ab und griffen iranische Ziele am Hormuz an. Die Eskalation am Hormuz erhöht Energieunsicherheit und treibt Cloud-Infrastructure- sowie Rechenzentrum-Stromkosten—kritischer Faktor für IT-Capex und Supply-Chain-Resilience-Planning.














